FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – kann er die Partei retten?
Die Freie Demokratische Partei (FDP) traf sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Die Veranstaltung findet statt, während die Partei die schwerste Krise ihrer Geschichte durchlebt – nach dem Verlust aller Bundestagsmandate bei der Bundestagswahl 2023. Im Mittelpunkt des Parteitags steht nun die Wahl eines neuen Vorsitzenden.
Die FDP hatte Anfang 2023 herbe Verluste erlitten, als sie an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl scheiterte. Bis März wurde die Partei zudem aus den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt. Seither liegen die Umfragewerte konsequent unter fünf Prozent.
Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, zog seine Bewerbung um den Bundesvorsitz zurück. Stattdessen wird er als stellvertretender Parteivorsitzender für eine weitere Amtszeit kandidieren. Damit bleibt Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, als einziger Kandidat für den Spitzensposten übrig.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage offenbart tiefe Skepsis gegenüber der Zukunft der Partei: Rund zwei Drittel der Befragten zweifeln daran, dass die FDP selbst unter neuer Führung die Fünf-Prozent-Marke überwinden kann.
Der Parteitag wird Kubicki ohne Gegenkandidaten zum Vorsitzenden wählen. Seine Wahl folgt auf Monate sinkender Umfragewerte und Wahlniederlagen. Ob es der Partei gelingt, sich zu erholen, bleibt ungewiss – das Vertrauen in der Bevölkerung ist auf einem historischen Tiefstand.






