FIS wehrt Manipulationsvorwürfe gegen Fettners Skisprung-Bindung ab
Johanna PetersFIS wehrt Manipulationsvorwürfe gegen Fettners Skisprung-Bindung ab
Der Internationale Skiverband (FIS) hat Vorwürfe wegen angeblicher Manipulationen gegen österreichische Skispringer vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zurückgewiesen. Die Entscheidung folgt auf Spekulationen einer norwegischen Zeitung über eine modifizierte Bindung des österreichischen Athleten Manuel Fettner. Offizielle Stellen bestätigten, dass die Ausrüstung seit Jahren zugelassen sei und den Vorschriften entspreche.
Die norwegische Tageszeitung Dagbladet hatte Fettners Bindung als "selbstgebastelt", "verdächtig" und möglicherweise "illegal" bezeichnet. Der FIS stellte klar, dass die Anpassung lediglich an Fettners anderen Sprungstiefel angepasst worden sei und keinen Wettbewerbsvorteil biete. Die Bindung war bereits lange vor den jüngsten Prüfungen genehmigt worden.
Bereits zu Beginn dieser Saison war Timi Zajc in Oberstdorf disqualifiziert worden, nachdem sein Anzug die Regeln um drei Millimeter verletzte. Der Verstoß hätte ihm zusätzlichen Auftrieb und einen aerodynamischen Vorteil verschaffen können. Titelverteidiger Daniel Tschofenig zeigte zwar Verständnis für Zajcs Enttäuschung, betonte jedoch, dass Regeln ausnahmslos einzuhalten seien. Der Österreichische Skiverband unterstützt strengere Kontrollen, insbesondere nach dem Manipulationsskandal mit norwegischen Anzügen bei den Heim-Weltmeisterschaften. Die ehemaligen Skispringer Mathias Hafele und Jürgen Winkler spielten dabei eine Schlüsselrolle bei der Verschärfung der Ausrüstungskontrollen. Unterdessen trat der Kärntner Christian Kathol Monate nach dem Eklat als FIS-Chefinspektor für Materialkontrollen zurück. Tschofenig, der sich auf anstehende Überprüfungen vorbereitet, zeigte sich überzeugt, dass seine eigene Ausrüstung stets den Vorschriften entspreche. Der FIS hat noch keinen Nachfolger für Kathol als Chefinspektor benannt.
Mit der FIS-Entscheidung ist die Debatte um Fettners Bindung beendet – ihre Legalität wurde bestätigt. Die verschärften Kontrollmaßnahmen bleiben bestehen, um künftige Verstöße zu verhindern. Die österreichischen Athleten werden in Garmisch-Partenkirchen unter denselben Ausrüstungsstandards wie ihre Konkurrenten antreten.