Fürths Wirtschaft boomt mit 4,2 Prozent Wachstum und setzt auf Nachhaltigkeit
Lotta SchulteFürths Wirtschaft boomt mit 4,2 Prozent Wachstum und setzt auf Nachhaltigkeit
Fürth verzeichnet stetiges Wirtschaftswachstum trotz übergeordneter Herausforderungen
Fürths Wirtschaft wächst kontinuierlich – trotz allgemeiner Schwierigkeiten. Schlüsselsektoren expandieren, während die Schuldenlast weiter sinkt. Die Einwohnerzahl der Stadt hat sich bei etwa 132.600 stabilisiert, auch wenn die Geburtenrate 2025 leicht zurückging. Gleichzeitig unterstreichen große Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Modernisierung.
Seit 2020 vollzieht Fürth einen strukturellen Wandel: Die Wirtschaft entfernt sich von traditioneller Industrie und setzt stattdessen auf Logistik, IT und Fertigungstechnik. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik wird bis 2025 ein Beschäftigungsplus von 12 Prozent in diesen Bereichen erwartet. Diese Entwicklung hat der Stadt geholfen, ähnlich große Nachbarn wie Ingolstadt oder Regensburg zu überflügeln – mit einem jährlichen BIP-Wachstum von 4,2 Prozent (regionaler Durchschnitt: 3,1 Prozent). Allerdings kämpfen Einzelhandel und Tourismus noch immer mit den Folgen der Pandemie.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust: Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,7 Prozent – fast Vollbeschäftigung nach deutschen Maßstäben. Zwar gingen Industriearbeitsplätze zurück, doch die Bereiche Gesundheit und Bildung wachsen. Schulen wie die Helene-Lange-Realschule und die Heinrich-Schliemann-Grundschule werden modernisiert, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Auch bei der Nachhaltigkeit macht Fürth Fortschritte: Die Zahl der Photovoltaikanlagen stieg um über 20 Prozent – von 3.941 auf 4.812 – und erhöht die installierte Leistung um etwa 53.677 Kilowattpeak. Gleichzeitig senkte die Stadt ihre Schulden um weitere zwei Millionen Euro und setzt damit eine 15-jährige Entschuldungsserie fort.
Die demografischen Trends zeigen leichte Verschiebungen: Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund sank bis Ende 2025 leicht. Die Geburten gingen von 1.129 (2024) auf 1.092 zurück, während die Sterbefälle auf 1.351 stiegen. Insgesamt verringerte sich die Bevölkerung um rund 400 Personen auf 132.600.
Für die Zukunft plant Fürth neue Gewerbegebiete im Golfpark Atzenhof und am Hafen. Zudem steht eine große Krankenhauserweiterung kurz vor der Fertigstellung – ein weiteres Zeichen für den Fokus auf Infrastruktur und Dienstleistungen.
Stabile Perspektiven trotz demografischer Veränderungen Fürths wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und gezielte Investitionen deuten auf eine stabile Zukunft hin – selbst bei nachlassendem Bevölkerungswachstum. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Schuldenreduzierung unterstreichen die langfristige Planung, während modernisierte Schulen und Gesundheitseinrichtungen sich an veränderte Bedürfnisse anpassen. Die Fähigkeit der Stadt, industrielle Umbrüche zu meistern und gleichzeitig eine niedrige Arbeitslosigkeit zu halten, hebt sie in der Region hervor.






