Geständnis im Mordprozess: Angeklagter tötete seine Großeltern in Wut
Lotta SchulteGier oder Zuneigung? Enkel gibt Mord an Großmutter zu - Geständnis im Mordprozess: Angeklagter tötete seine Großeltern in Wut
Ein Mann hat gestanden, seine angeklagten Großeltern während eines Streits im vergangenen Jahr getötet zu haben. Der Prozess läuft noch, mit weiteren 13 Verhandlungstagen bis Mitte April. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Tat aus finanziellen Motiven begangen zu haben – was dieser bestreitet.
Der Vorfall ereignete sich am 16. März 2023, als ein hitziger Streit in Gewalt umschlug. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, seine angeklagten Großeltern hätten ihn geohrfeigt, woraufhin er in einem plötzlichen Wutausbruch die Kontrolle verloren habe. Er würgte sie daraufhin, wie er schilderte, in einem Moment unkontrollierbarer Wut.
Am folgenden Tag entdeckte die Putzfrau der angeklagten Großeltern deren Leiche. Die Polizei nahm den Angeklagten kurz darauf fest. Später gab er zu, einen gescheiterten Suizidversuch vorgetäuscht zu haben, um die Ermittler in die Irre zu führen.
Trotz seines Geständnisses, die Tat begangen zu haben, besteht der Angeklagte darauf, seinen angeklagten Großeltern niemals etwas stehlen zu wollen. Er betont, die Beziehung sei zwar kompliziert, aber eng gewesen, und weist die Behauptung zurück, Geld habe eine Rolle gespielt. Die Staatsanwaltschaft hingegen argumentiert, die Angst vor dem Verlust finanzieller Unterstützung habe zur Tat geführt.
Der Prozess geht weiter, wobei dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung wegen Mordes mit 'besonderer Schwere der Schuld' eine lebenslange Freiheitsstrafe droht.
Bevor ein Urteil gefällt wird, sind noch mehrere Verhandlungstage vorgesehen. Sollte er des schwersten Vorwurfs schuldig gesprochen werden, könnte der Angeklagte den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Nun muss das Gericht sein Geständnis der Gewalttat gegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu finanziellen Motiven abwägen.






