13 February 2026, 14:53

Gina Lückenkemper denkt nach LA 2028 über Wechsel in den Bobsport nach

Zwei Bobschlitten fahren eine Bahn herunter, einer mit einem sichtbaren Helm und Handschuhen, mit einer Person unten und einer Wand im Hintergrund.

Gina Lückenkemper denkt nach LA 2028 über Wechsel in den Bobsport nach

Die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper hat angedeutet, dass sie sich nach ihrer Leichtathletik-Karriere möglicherweise eine Zukunft im Bobsport vorstellen könnte. Die 27-Jährige besuchte kürzlich die Olympischen Winterspiele in Italien, wo sie ihre Freundin Laura Nolte beim Gewinn der Goldmedaille im Zweierbob bejubelte. Zwar konzentriert sie sich derzeit auf die Sommerspiele 2028 in Los Angeles, einen späteren Wechsel zu den Winterdisziplinen schließt sie jedoch nicht aus.

Lückenkemper reiste als Zuschauerin zu den Olympischen Winterspielen 2026 nach Italien. Dort feuerte sie Julia Taubitz bei ihren goldenen Ritten im Rennrodeln sowie den Sieg der deutschen Staffel im Teamwettbewerb an. Ihre enge Freundin Laura Nolte, Bobpilotin und Olympiasiegerin von Peking 2022, ging auch in diesem Jahr wieder an den Start.

Trotz ihres Enthusiasmus wird Lückenkemper diesmal nicht persönlich bei Noltes Rennen dabei sein. Ihre eigene Leichtathletik-Saison kollidiert mit dem Bob-Weltcup-Kalender, weshalb sie ihre Freundin von zu Hause aus unterstützen wird – per TV-Übertragung und mitverfolgen, wie es für Nolte läuft.

Für die nahe Zukunft bleibt Lückenkemper dem Sprint treu. Die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles stehen für sie im Mittelpunkt. Doch danach könnte ein Wechsel zum Bobsport folgen, möglicherweise als Anschieberin. Nolte hat bereits signalisiert, dass sie Lückenkemper im Team willkommen heißen würde, falls sich die Gelegenheit ergibt.

Deutschland blickt auf eine starke Tradition im Frauen-Bobsport zurück. Mindestens zehn Athletinnen vertraten das Land bei früheren Winterspielen, darunter aktuelle Sportlerinnen wie Kim Kalicki, Lisa Buckwitz und Deborah Levi. Andere, etwa Stephanie Schneider und Christin Senkel, gingen in vergangenen Olympischen Spielen für Deutschland an den Start.

Aktuell liegt Lückenkempers Fokus auf der Leichtathletikbahn. Doch nach 2028 will sie ihre Karriere neu bewerten – und dann könnte der Sprung in den Bobsport folgen. Sollte es so kommen, würde sie sich in die Reihe erfolgreicher deutscher Bobsportlerinnen einreihen, die auf höchstem Niveau an den Start gingen.