02 April 2026, 18:15

Goslar testet Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof für mehr Sicherheit

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der Seite einer Straße mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Goslar testet Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof für mehr Sicherheit

Goslar führt sechsmonatige Testphase für Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof ein

Ab dem 9. April wird in Goslar im Stadtteil Ohlhof ein halbes Jahr lang eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h erprobt. Betroffen sind die Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee. Ziel des Modells ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Den Anstoß gab eine Petition aus dem vergangenen Jahr, in der 238 Anwohner:innen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in dem Gebiet gefordert hatten.

Das Pilotprojekt wird sowohl vom Ohlhofer Nachbarschaftsverein als auch vom Stadtrat unterstützt. Statt auf klassische Kontrollen setzt die Zone auf die "rechts vor links"-Regel – Autofahrer:innen müssen also Fahrzeugen von rechts Vorfahrt gewähren. Die Stadt strebt an, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken – knapp über dem ausgewiesenem Limit.

Während der Testphase wird Goslar regelmäßig Verkehrsuntersuchungen durchführen, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen. Zeigen die Daten, dass die angestrebte Geschwindigkeitsreduzierung erreicht wird, könnte die 30er-Zone dauerhaft eingeführt werden. Auf Blitzer oder zusätzliche Kontrollen wird während des Versuchszeitraums verzichtet.

Hintergrund des Vorhabens sind Sorgen der Anwohner:innen um die Verkehrssicherheit im Viertel. Durch die niedrigeren Geschwindigkeiten erhofft sich die Stadt eine ruhigere und sicherere Umgebung für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Autofahrer:innen gleichermaßen.

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Der Testlauf läuft bis Oktober und gibt der Stadt Zeit, Daten zu sammeln und das Feedback der Bevölkerung auszuwerten. Je nach Ergebnis könnte die Tempo-30-Zone in Ohlhof langfristig bestehen bleiben. Die Erfahrungen könnten zudem künftige Verkehrsberuhigungsprojekte in anderen Teilen Goslars beeinflussen.

Quelle