Grüne attackieren Söder: "Verbrennermotoren wie Reliquien – statt E-Mobilität"
Lotta SchulteKatharina Schulze: Söder arbeitet nur für sich selbst - Grüne attackieren Söder: "Verbrennermotoren wie Reliquien – statt E-Mobilität"
Bayerns Vorstoß für Elektromobilität stößt auf scharfe Kritik der Grünen. Bei einer jüngsten Politischen Aschermittwochsveranstaltung nahm die Parteivorsitzende Katharina Schulze den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wegen seiner Verkehrspolitik scharf aufs Korn. Ihre Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen der CSU und Umweltschützern über die Zukunft des Automobils in Deutschland. Schulze griff Söders Haltung zu Verbrennermotoren an und scherzte, er werde bald Kruzifixe in bayerischen Behörden durch Auspuffrohre ersetzen. Sie warf ihm vor, Verbrennungsmotoren wie heilige Reliquien zu behandeln, statt auf saubere Alternativen zu setzen. Die Grünen-Chefin unterstellte dem Ministerpräsidenten zudem, seine Politik diene vor allem seinen eigenen Interessen und nicht dem Gemeinwohl. Unter Söder unterstützt Bayern zwar das EU-weite Verbot für neue Benzin- und Dieselautos ab 2035, setzt sich jedoch für Ausnahmen ein. Seine Regierung fördert synthetische Kraftstoffe und E-Fuels, um heimische Automobilhersteller wie BMW und Audi zu schützen. Programme wie die mit 100 Millionen Euro ausgestattete Initiative "Bayern Innovativ" sowie Subventionen für Ladeinfrastruktur sollen den Umstieg auf Elektrofahrzeuge beschleunigen. 2023 warb Söder in der nationalen Debatte für CO₂-neutrale synthetische Kraftstoffe, die seiner Meinung nach die Lebensdauer herkömmlicher Motoren verlängern könnten. Schulzes Kritik fiel während einer Rede beim traditionellen Politischen Aschermittwoch, bei dem Politiker sich gegenseitig mit spitzen Bemerkungen überbieten. Ihre Vorwürfe spiegeln die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten wider, wie schnell Deutschland sich vom fossilen Verkehr verabschieden soll. Der Konflikt zwischen Schulze und Söder verdeutlicht die Gräben in der bayerischen Verkehrspolitik. Zwar investiert der Freistaat in die Elektromobilität, doch die Unterstützung für synthetische Kraftstoffe hält Verbrennermotoren weiterhin im Spiel. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während Deutschland seine Klimaziele verfolgt.






