10 June 2026, 20:14

Grüne fragen nach extremistischen Verbindungen christlicher Fundamentalisten

"Totalitäre Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne fragen nach extremistischen Verbindungen christlicher Fundamentalisten

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin fordern sie Auskunft über Umfang, Struktur und mögliche Gefahren durch christlich-fundamentalistische Gruppen mit mutmaßlichen extremistischen Verbindungen. Zudem schlägt die Anfrage politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem Extremismus zu bekämpfen.

In der Kleine Anfrage werden explizit Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International (ADF) und der Bundesverband Lebensrecht (Bundesverband für das Recht auf Leben) genannt, einschließlich des jährlichen Marsches für das Leben. Die Anfrage untersucht zudem mögliche Verknüpfungen zwischen christlich-fundamentalistischen Influencern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD). Erwähnung findet auch eine Sekte aus Pforzheim, die bereits vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Deutsche Medien berichten zunehmend über mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und rechtsextremem Gedankengut. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF haben in diesem Kontext Dokumentationen ausgestrahlt, die konservative Christen kritisch beleuchten.

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Konservative Stimmen reagieren scharf auf die Anfrage. Leonard Jäger, eine bekannte Stimme in der deutschen Freikirchenszene, wirft den Grünen vor, Christen pauschal als Extremisten zu brandmarken, nur weil sie biblische Werte vertreten. Der reformierte Pfarrer Tobias Riemenschneider bezeichnet die Anfrage als Versuch, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Die Initiative der Grünen unterstreicht die wachsende politische Aufmerksamkeit für christlich-fundamentalistische Gruppen. Die Bundesregierung muss nun zu den vermuteten extremistischen Verbindungen Stellung nehmen. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen um religiösen Konservatismus und dessen wahrgenommene Überschneidungen mit rechtsextremer Ideologie wider.

Quelle