06 May 2026, 16:13

Handelsstreit eskaliert: USA erhöhen Zölle auf europäische Autos auf 25 Prozent

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne." zeigt

Handelsstreit eskaliert: USA erhöhen Zölle auf europäische Autos auf 25 Prozent

Die Spannungen zwischen den USA und der EU im Streit um Handelszölle haben sich verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump die Einfuhrzölle auf europäische Autos erhöht hat. Der neue Satz von 25 Prozent – eine Anhebung um 10 Prozentpunkte gegenüber den bisherigen 15 Prozent – stößt auf Kritik bei Nicolas Peter, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von BMW. Er fordert, dass beide Seiten nun gemeinsam an einer Lösung des Konflikts arbeiten und das stockende Handelsabkommen vorantreiben müssen.

Gleichzeitig äußerte sich Peter auch zur Zukunft der Elektrofahrzeuge und sagte voraus, dass sich die Nachfrage der Verbraucher bis 2035 grundlegend wandeln werde.

Der aktuelle Handelsstreit eskalierte, als Trump der EU vorwarf, ihre Verpflichtungen aus bestehenden Zollvereinbarungen nicht zu erfüllen. Als Reaktion verhängte er einen Importzoll von 25 Prozent auf europäische Autos. Peter räumte zwar ein, dass die EU eine Mitverantwortung an der Auseinandersetzung trage, betonte jedoch, der Block müsse nun seine Zusagen einhalten, um die Spannungen abzubauen.

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Zudem forderte er eine zügige Ratifizierung des geplanten Handelsabkommens zwischen den USA und der EU. Trotz öffentlicher Meinungsverschiedenheiten ist Peter überzeugt, dass beide Seiten weit mehr gemeinsame Interessen verbinden, als die aktuelle Rhetorik vermuten lässt.

Über den Handel hinaus sprach Peter den Wandel in der Automobilindustrie hin zu Elektrofahrzeugen an. Seine Prognose: Bis 2035 werden mehr als die Hälfte der Kunden rein batteriebetriebene Autos bevorzugen. Allerdings wies er die Annahme zurück, dass allein steigende Spritpreise diesen Prozess beschleunigen würden. Stattdessen schlug er vor, Plug-in-Hybride strenger zu überwachen, da viele Fahrer den Elektromodus nur selten nutzten.

Mit Blick auf die Zukunft warnte Peter, dass nach den aktuellen EU-Vorgaben ab 2035 keine Neuzulassungen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr möglich sein werden. Diese Frist, so seine Argumentation, werde Hersteller und Verbraucher zwingen, sich schnell an elektrische Alternativen anzupassen.

Die Erhöhung der Zölle setzt sowohl die USA als auch die EU unter Druck, eine Einigung zu finden. Peters Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit im Handel, während gleichzeitig die Weichen für eine von Elektrofahrzeugen geprägte Zukunft gestellt werden müssen. Seine Prognosen deuten darauf hin, dass nicht die Kraftstoffkosten, sondern regulatorische Vorgaben die nächste große Transformation der Branche vorantreiben werden.

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