Harburgs neues Kulturjuwel: Das 459 Jahre alte Bornemann-Haus wird zur Galerie
Johanna PetersHarburgs neues Kulturjuwel: Das 459 Jahre alte Bornemann-Haus wird zur Galerie
Ein 459 Jahre altes Gebäude in Harburg eröffnet nach jahrelanger Restaurierung als Kunstgalerie
Das Bornemann-Haus, ein 1565 errichtetes Historiengebäude, beherbergt nun die Galerie 1565, die diese Woche ihre ersten Besucher begrüßte. Das Projekt vereint auf einzigartige Weise Geschichte und zeitgenössische Kunst unter einem Dach.
Ursprünglich unter der Herrschaft von Herzog Otto II. erbaut, ging das Haus 1813 in den Besitz von Georg Ludwig Bornemann über, der dort eine Färberei betrieb. Jahrhunderte später, im Jahr 2006, erwarb Arne Weber das Anwesen und rettete es vor dem Abriss – in Anerkennung seines historischen Wertes.
Webers ursprüngliche Pläne, das Gebäude in Studentenwohnheim umzuwandeln, gab er später auf. Stattdessen entschied er sich für eine Umnutzung als Kunstort. Die aufwendige Restaurierung dauerte fünfeinhalb Jahre, wobei große Teile des ursprünglichen Interieurs erhalten blieben: Sichtbare Mauern, alte Ziegelsteine und Fachwerk prägen noch immer das Bild.
Die Galerie 1565 wurde am Donnerstagabend mit einer exklusiven Eröffnung gefeiert. Zu den Gästen zählten Frank Horch, Dr. Georg Mecke, Sophie Fredenhagen, Jana Schiedek sowie der Kunstsammler Harald Falckenberg. Die Galerie zeigt Werke von 16 Künstlern, darunter Anna Mrzyglod, Xinyan Zhang und Violetta Ehnsperg. Seit Montag ist der Raum für die Öffentlichkeit zugänglich.
Hier verschmelzen jahrhundertealte Architektur mit moderner Kunst. Besucher können sowohl das historische Gebäude als auch die zeitgenössischen Ausstellungen erkunden. Das Bornemann-Haus ist damit zu einem neuen kulturellen Wahrzeichen Harburgs geworden.






