05 May 2026, 06:22

Haßelmann greift Scholz und Merz mit scharfer Kritik an

Eine Karte aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen Deutschlands zeigt, gedruckt auf Papier mit Text oben und unten.

Haßelmann greift Scholz und Merz mit scharfer Kritik an

Britta Haßelmann, Spitzenpolitikerin der Grünen, hat Bundeskanzler Olaf Scholz und Oppositionsführer Friedrich Merz scharf kritisiert. In einer jüngsten Rede warf sie der Regierung vor, Erwartungen zu schüren, ohne anschließend zu handeln. Auch Merz musste sich ihre Kritik gefallen lassen – mit einem Fußballvergleich stellte sie seine Rolle in zentralen Debatten infrage.

Haßelmann begann mit einer deutlichen Attacke auf den Kanzler, dem sie vorwarf, zu viel zu versprechen und zu wenig zu liefern. Die Regierung Scholz mangele es an einer klaren Strategie, um die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern, so die Politikerin. Ihre Frustration kam deutlich zum Ausdruck, als sie die Verantwortlichen aufforderte, sich „zusammenzureißen und endlich Ergebnisse zu liefern“.

An Merz gerichtet, verspottete sie dessen frühere Bezeichnung Scholz’ als „Machtklempner“. Nun, so Haßelmann, bleibe der Unionsvorsitzende selbst hinter den Erwartungen zurück. Mit einer prägnanten Metapher erklärte sie, Merz stehe „nicht einmal auf dem Platz“, wenn es um die Gestaltung von Politik gehe.

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Trotz der harschen Kritik betonte Haßelmann, die Grünen strebten keine vorgezogene Neuwahl an. Stattdessen bekräftigte sie den Willen der Partei, die Klimapolitik und die Infrastrukturprojekte voranzutreiben. Ziel sei es, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden – und nicht zu vertiefen.

Zudem verwies sie darauf, dass Merz’ CDU in der Vergangenheit günstige finanzielle Rahmenbedingungen für Investitionen gehabt habe. Dennoch seien diese Mittel weder für den Klimaschutz noch für die öffentliche Daseinsvorsorge effektiv genutzt worden, monierte Haßelmann.

Ihre Äußerungen spiegeln die wachsenden Spannungen über den Kurs der Regierung wider. Während die Grünen weiter auf Klimaschutz und wirtschaftliche Reformen setzen, steigt der Druck, endlich greifbare Fortschritte vorzuweisen. Haßelmanns Forderung nach mehr Verantwortungsbereitschaft deutet auf eine kämpferischere Haltung der Partei in den kommenden Monaten hin.

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