Heino gibt Solidaritätskonzert für suspendierten Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit
Lotta SchulteHeino gibt Solidaritätskonzert für suspendierten Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit
Ein 87-jähriger deutscher Sänger hat ein Konzert zur Unterstützung eines Feuerwehrmanns gegeben, der nach einer umstrittenen Darstellung der Nationalhymne von seinen Richterpflichten enthoben wurde. Heino trat in Bad Belzig auf und zog dabei zahlreiche Zuschauer sowie Kollegen aus der Feuerwehr an, die damit ihre Solidarität mit Richard Mänder zum Ausdruck brachten.
Der Auftritt folgte auf Mänders umstrittene Interpretation der deutschen Nationalhymne bei einer Feuerwehrmeisterschaft, die eine Debatte über deren Verwendung in offiziellen Anlässen auslöste. Bei dem Konzert wurden bekannte Lieder wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara performed, während das Publikum mitsang und tanzte. Heinos Manager, Helmut Werner, erklärte, die Veranstaltung solle Mänder eine zweite Chance geben und ihm Unterstützung zeigen.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen nahmen teil und stellten sich hinter Mänder, nachdem er von seinen Richterämtern suspendiert worden war. Der Deutsche Feuerwehrverband hält an seiner Entscheidung fest, hat jedoch bisher keine offiziellen Aussagen zu den Regeln für die Hymne bei künftigen Veranstaltungen getroffen.
Zu den gespielten Stücken gehörte auch Layla, das zuvor wegen sexistischer Textzeilen kritisiert worden war, aber beim Publikum gut ankam. Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, schrieb auf Instagram, die Stimmung habe sich wie in einer engen Gemeinschaft angefühlt.
Der Streit hatte begonnen, als Mänder die erste Strophe der Hymne, Deutschland, Deutschland über alles, spielte – eine Zeile mit historischer Brisanz. Heinos Manager wies Vorwürfe zurück, der Auftritt des Sängers habe politische Tendenzen, und betonte, es gehe ausschließlich um Solidarität. Das Konzert rückte die anhaltenden Spannungen um die Verwendung der Nationalhymne bei offiziellen Feuerwehrveranstaltungen in den Fokus. Mänder bleibt von Richtertätigkeiten ausgeschlossen, während die Feuerwehr noch keine neuen Richtlinien erlassen hat. Die Veranstaltung lenkte die Aufmerksamkeit sowohl auf den Zusammenhalt in der Feuerwehrgemeinschaft als auch auf die Debatte über nationale Symbole.






