22 March 2026, 00:19

Helsings neue Tarnkappen-Drohne CA-1 Europa soll europäische Verteidigung revolutionieren

Zwei Männer in blauen Uniformen und Helmen arbeiten an einer großen Drohne, halten verschiedene Gegenstände während eine Plastikabdeckung auf dem Boden vor ihnen liegt.

Helsings neue Tarnkappen-Drohne CA-1 Europa soll europäische Verteidigung revolutionieren

Rüstungstechnologieunternehmen Helsing stellt neueste Kampfdrohne CA-1 Europa vor

Das Verteidigungsunternehmen Helsing hat seine neueste unbemannte Kampfdrohne, die CA-1 Europa, präsentiert. Das Tarnkappenflugzeug wurde am 25. September 2025 auf einer Veranstaltung in Tussenhausen-Mattsies vorgestellt und ist für Einsätze von der Aufklärung bis zur elektronischen Kriegsführung konzipiert. Das Unternehmen behauptet, die Drohne werde deutlich weniger kosten als bemannte Jägerprogramme wie das 100-Milliarden-Euro-FCAS-System.

Die CA-1 Europa ist 11 Meter lang, hat eine Spannweite von 10 Metern und ein maximales Startgewicht von vier Tonnen. Sie kann eine Nutzlast von etwa 500 Kilogramm tragen, was sie vielseitig für Luft-Luft- und Luft-Boden-Operationen macht. Helsing deutet an, dass sie auch als wiederverwendbarer hyperschallfähiger Gleitkörper fungieren könnte – eine Premiere in der Drohnentechnologie.

Die Entwicklung verlief rasant: Vom Konzept bis zum Prototyp vergingen lediglich 14 Wochen. Dies steht in starkem Kontrast zu den Verzögerungen beim europäischen FCAS-Programm, das einen Jäger der sechsten Generation hervorbringen soll. Die KI-gesteuerte Flugsoftware der Drohne, Centaur genannt, wurde bereits in Testflügen mit einer Saab Gripen E erprobt.

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Helsing plant eine schnelle Hochskalierung der Produktion. Zwei neue Werke sollen den bestehenden deutschen Standort ergänzen, mögliche Standorte sind Frankreich, Polen oder Großbritannien. Bis 2026 will das Unternehmen über 1.000 Drohnen jährlich fertigen. Der Erstflug ist für 2027 vorgesehen, die volle Einsatzbereitschaft wird bis 2029 angestrebt.

Trotz des rasanten Wachstums von Helsing – seit 2021 wurden 1,3 Milliarden Euro eingesammelt, die Bewertung liegt bei 12 Milliarden Euro – bleibt die operative Erfolgsbilanz ungewiss. Zwar hat die Ukraine große Stückzahlen der HF-1-Drohnen bestellt, doch gibt es kaum bestätigte Belege für deren Einsatz.

Die CA-1 Europa wird als kostengünstige Alternative zu teuren bemannten Jägerprojekten positioniert. Sollte sie sich bewähren, könnte sie die europäischen Verteidigungsfähigkeiten bis 2029 grundlegend verändern. Doch Leistung und praktische Wirksamkeit der Drohne müssen sich erst noch unter Beweis stellen.

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