Hunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Philipp LangeHunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um eine verfassungsrechtliche Überprüfung rechtsextremer Parteien zu fordern. Die Kundgebung war Teil einer bundesweiten Kampagne mit dem Namen PRÜF – was auf Deutsch schlicht „prüfen“ bedeutet.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten hielten Schilder mit Botschaften wie „Darf man das eigentlich noch prüfen?“ oder „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“ in die Höhe. Die Veranstaltung verlief friedlich; die Polizei meldete keine Zwischenfälle.
Die Kampagne fordert das Bundesverfassungsgericht auf, rechtsextreme Parteien zu prüfen und gegebenenfalls zu verbieten. Nach deutschem Recht können nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung ein solches Verfahren einleiten. Die rechtlichen Hürden für ein Parteiverbot bleiben jedoch hoch.
Über die Demonstration berichteten die Nachrichtenagenturen dpa und lrs.
Die Kundgebung unterstrich die Forderung nach einer strengeren Kontrolle rechtsextremer Parteien. Das Bundesverfassungsgericht ist befugt, solche Gruppierungen zu überprüfen und zu verbieten, falls sie gegen die Verfassung verstoßen. Die Kampagne setzt sich weiterhin für Maßnahmen auf höchster Ebene ein.






