05 May 2026, 12:16

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy

Am Wochenende fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine große Demonstration statt. Hunderte Protestierende versammelten sich, um gegen die Gladiator Fight Academy zu demonstrieren – ein Fitnessstudio, dem Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen vorgeworfen werden. Organisiert wurde die Kundgebung von der lokalen antifaschistischen Kampagne Daumen runter, an der sich viele junge Menschen beteiligten.

Die Proteste erfolgten kurz nach der Premiere der Gladiator Fight Series in Teutschenthal, die von den Betreibern des Studios veranstaltet wurde. Bei der Veranstaltung sollen laut Berichten rechtsextreme Persönlichkeiten anwesend gewesen sein, darunter die AfD-Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten die Schließung des Studios.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger wegen ihrer mutmaßlichen Verbindungen in rechtsextreme Kreise in der Kritik. Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, gehört zum Kernteam des Studios. Auch Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, ist dort aktiv. Zudem tritt Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer in der Einrichtung, bei den dortigen Veranstaltungen als Kämpfer an.

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Die Betreiber des Studios betonen, dass dort Menschen aller Hintergründe und Lebenserfahrungen willkommen seien. Kritiker hingegen werfen dem Studio vor, es diene als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Rekrutierung.

Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Spannungen um die mutmaßlichen Extremismus-Verbindungen des Studios. Die Protestierenden bezogen klar Position und forderten Konsequenzen gegen die Einrichtung. Die Ereignisse lenkten die Aufmerksamkeit erneut auf die Gladiator Fight Academy und ihre Rolle in lokalen rechtsextremen Aktivitäten.

Quelle