24 April 2026, 16:17

Ilse Aigner als Bundespräsidentin? Söders Vorschlag spaltet die Union

Zeichnung eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid mit einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit Text unten, der lautet: "F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde."

Ilse Aigner als Bundespräsidentin? Söders Vorschlag spaltet die Union

Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner gilt als mögliche Kandidatin für das Amt des nächsten deutschen Bundespräsidenten. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, brachte ihren Namen ins Spiel. Ihre mögliche Nominierung sorgt bereits für gemischte Reaktionen innerhalb von CDU und CSU.

Aigner amtiert derzeit als Präsidentin des bayerischen Landtags und war zuvor Bundeslandwirtschaftsministerin. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion, bezeichnete sie als integrative und bürgernahe Persönlichkeit. Er unterstützte Söders Vorschlag ausdrücklich und nannte ihn eine "starke Wahl".

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Die CDU-Führung zeigte sich von dem Vorschlag hingegen überrascht. Zwar begrüßt der CDU-Mitgliedervertreter Philipp Amthor grundsätzlich die Idee einer Frau im Schloss Bellevue, äußerte aber Vorbehalte gegenüber Aigners Kandidatur. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, blieb offen für jeden geeigneten Vorschlag für das Präsidentenamt.

In den kommenden Monaten werden CDU und CSU gemeinsam eine Personalempfehlung für die Bundespräsidentschaft erarbeiten. Weitere Namen im Gespräch sind die CDU-Familienministerin Karin Prien und die ehemalige Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Berichten zufolge werden mehrere aussichtsreiche Kandidaten geprüft.

Der Vorschlag Ilse Aigners hat innerhalb der Unionsparteien Diskussionen ausgelöst. Eine endgültige Entscheidung über den Kandidaten für das Bundespräsidentenamt wird nach weiteren Beratungen in den nächsten Monaten erwartet. Das Ergebnis wird die nächste Phase der politischen Führung in Deutschland prägen.

Quelle