13 March 2026, 08:15

Indra Baier-Müller verlässt Freie Wähler nach strittiger Amtszeit als Landrätin

Eine Deutschlandkarte mit roten und blauen Provinzen, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Stadtrat im Oberallgäu tritt nach Rückzug aus der Partei aus - Indra Baier-Müller verlässt Freie Wähler nach strittiger Amtszeit als Landrätin

Indra Baier-Müller, Landrätin des Landkreises Oberallgäu, ist aus der Partei Freie Wähler ausgetreten. Ihr Rückzug erfolgt, nachdem sie bekannt gegeben hatte, nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren zu wollen – und damit eine Amtszeit beendet, die von politischen Konflikten und Kontroversen geprägt war.

Erstmals Schlagzeilen machte Baier-Müller 2020, als sie überraschend das Amt der Landrätin für die Freien Wähler gewann. Sie besiegte dabei Alfons Hörmann, den damaligen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, und entzog der CSU damit die bisherige Mehrheit im Landkreis.

Ihre Amtszeit war häufig von Spannungen überschattet, insbesondere durch wiederkehrende Auseinandersetzungen mit Umweltschutzgruppen. Kürzlich hatte sie bestätigt, 2025 nicht erneut für das Amt anzutreten. Nun verlässt sie die Freien Wähler vollständig und begründet dies mit tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten über die politische Ausrichtung und Strategie der Partei.

Über ihre Nachfolge wird in einer Stichwahl entschieden. Der Kandidat der Freien Wähler, Christian Wilhelm, erreichte im ersten Wahlgang 40,8 Prozent, während der CSU-Bewerber Thomas Eigstler auf 33,3 Prozent kam. Die endgültige Abstimmung ist für März 2026 angesetzt.

Mit Baier-Müllers Austritt verlieren die Freien Wähler ihre bekannteste lokale Repräsentantin. Die anstehende Stichwahl wird zeigen, ob der Landkreis wieder unter die Kontrolle der CSU zurückkehrt oder bei den Freien Wählern bleibt. Ihr Rückzug folgt auf Jahre polarisierender Entscheidungen und sich wandelnder politischer Bündnisse.

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