Intel setzt auf Sonja Pierer für Milliarden-Chipfabriken in Magdeburg
Johanna PetersIntel setzt auf Sonja Pierer für Milliarden-Chipfabriken in Magdeburg
Intel hat Sonja Pierer zur neuen Geschäftsführerin seiner deutschen Tochtergesellschaft ernannt. Die Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen den Bau zweier großer Chipfabriken in Magdeburg vorbereitet. Die beiden Werke stellen eine Investition von über 30 Milliarden Euro dar, die durch staatliche Subventionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro unterstützt wird.
Pierer, eine 46-jährige Vertriebsexpertin, übernimmt das Amt von Christin Eisenschmid, die im März aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Die Absolventin der Informatik an der Universität Passau wird nun die Bemühungen leiten, Verträge für die Halbleiterwerke in Magdeburg zu sichern. Zu ihren Aufgaben gehört es, sicherzustellen, dass die Fabriken Chips an Intel und andere Branchenpartner liefern.
Das Magdeburger Projekt zählt zu den größten Investitionen Intels in Europa. Die Entwicklung der für die Produktion benötigten Mikroprozessoren wird voraussichtlich zwei bis vier Jahre dauern. Auch Intel-Chef Pat Gelsinger engagiert sich aktiv, um Kunden für die neuen Werke zu gewinnen.
Die 9,9 Milliarden Euro Subventionen der Bundesregierung fließen in ein Vorhaben, das die europäische Halbleiterindustrie neu prägen soll. Pierers Führungskräfte konzentrieren sich darauf, Verträge abzuschließen und die Fabriken auf die langfristige Produktion vorzubereiten. Die Werke sollen Intels Position auf dem globalen Chipsmarkt stärken.






