Interreligiöses Treffen in München setzt Zeichen gegen HIV-Stigmatisierung
Philipp LangeInterreligiöses Treffen in München setzt Zeichen gegen HIV-Stigmatisierung
Zweitägige interreligiöse Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Aids-Konferenz in München
Vom 22. bis 26. Juli fand in München im Vorfeld der Internationalen Aids-Konferenz ein zweitägiges interreligiöses Treffen statt. Unter dem Motto "Hoffnung für alle bewahren – bis 2030 und darüber hinaus" versammelten sich religiöse Führungspersönlichkeiten und Organisationen, um Inklusion und Unterstützung für von der HIV-Epidemie Betroffene zu stärken.
Die Vorkonferenz brachte Vertreter:innen verschiedener Religionen und gesellschaftlicher Bereiche zusammen. Ihr Ziel war es, die Zusammenarbeit zu intensivieren und eine einheitlichere Antwort auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit HIV zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Würde, Mitgefühl und konkrete Hilfsangebote für besonders gefährdete Gruppen.
Die Teilnehmenden gingen schwierige Diskussionen über Stigmatisierung und Diskriminierung an. Sie loteten Wege aus, um Vorurteile gegenüber jungen Menschen, intravenösen Drogenkonsumierenden, Sexarbeiter:innen und LGBTQI+-Communities abzubauen. Ziel war es, sicherzustellen, dass diese Gruppen kontinuierlich und respektvoll versorgt werden.
Die Glaubensgemeinschaften verpflichteten sich, mit einer glaubwürdigen und vereinten Stimme aufzutreten. Durch den Austausch ihrer jeweiligen Perspektiven wollten sie langfristige Widerstandsfähigkeit fördern. Die Veranstaltung betonte, dass jeder Mensch, der von HIV betroffen ist, priorisierten Schutz und anhaltende Hoffnung verdient.
Das Treffen endete mit dem Bekenntnis, Gräben zwischen Religionen und gesellschaftlichen Akteur:innen zu überbrücken. Die Organisator:innen unterstrichen die Notwendigkeit abgestimmter Maßnahmen zur Unterstützung vulnerabler Gruppen. Konkrete Schritte hin zu mehr Würde und Inklusion sollen nun bis zu den nächsten Konferenzen ausgearbeitet werden.






