Jugendhilfeausschuss stabilisiert Haushalt 2026 trotz gestiegener Kosten
Johanna PetersJugendhilfeausschuss stabilisiert Haushalt 2026 trotz gestiegener Kosten
Jugendhilfeausschuss beschließt Haushalt 2026 mit stabilen Ausgaben
Am 17. März 2026 kam der Jugendhilfeausschuss zusammen, um über den Haushalt 2026 für die Jugendhilfe zu beraten. Nach monatelang gestiegenen Kosten gelang es dem Gremium, die Ausgaben zu stabilisieren: Der erforderliche Zuschussbedarf wurde auf 42,034 Millionen Euro festgesetzt – nur 22.700 Euro höher als im Vorjahr. Auf der Tagesordnung standen zudem Aktualisierungen der Richtlinien für Pflegefamilien und Kindertagespflege sowie neue Initiativen zur Unterstützung von Familien und Schulen.
Durch strengere Fallprüfungen und gebündelte Dienstleistungsmodelle im Bereich Schulbegleitung konnte der Ausschuss die jüngsten Kostensteigerungen zurückdrehen. Landrätin Tanja Schweiger führte das positive Ergebnis auf höhere Kostenerstattungen und schärfere Kontrollen bei der Einzelbetreuung von Schülerinnen und Schülern zurück, wodurch sowohl die Fallzahlen als auch die Ausgaben sanken.
Die überarbeiteten Richtlinien für die Vollzeitpflege traten zum 1. Januar 2026 in Kraft, während die aktualisierten Vorgaben für die Kindertagespflege ab dem 1. September 2026 gelten. Zudem gab der Ausschuss grünes Licht für ein Pilotprojekt, das ab Mai 2026 an den Familienberatungsstellen in Regenstauf und Schierling ambulante Sprechstunden durch sozialpädagogische Fachkräfte anbietet.
Obwohl 2025 keine neuen Stellen für die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) geschaffen wurden, konnte das Angebot von 41 auf 46 Standorte ausgeweitet werden – ohne zusätzliches Personal. Die im Oktober 2025 eingerichtete Fachberatungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) übernimmt unterdessen die zunehmend komplexeren Fälle im Kinderschutz. Der Haushalt wurde einstimmig verabschiedet; die endgültige Beschlussfassung durch den Kreistag steht für Mitte April an.
Trotz früherer Kostendrucks bleibt der Jugendhilfehaushalt 2026 damit nahezu unverändert zum Vorjahr. Neue Maßnahmen wie gebündelte Dienstleistungen und strengere Prüfverfahren halfen, die Ausgaben im Griff zu behalten. Die beschlossenen Richtlinien und Pilotprojekte können nun umgesetzt werden; die finale Haushaltsbestätigung wird im April erwartet.






