Kai Wegner bleibt CDU-Spitzenkandidat – doch sein Schicksal hängt an der Wahl
Johanna PetersKai Wegner bleibt CDU-Spitzenkandidat – doch sein Schicksal hängt an der Wahl
Die Berliner CDU hat Kai Wegner auf ihrem Landesparteitag am Dienstagabend erneut als Spitzenkandidat für die anstehende Wahl bestätigt. Sollte er die Abstimmung verlieren, könnte auch sein Amt als Landesvorsitzender enden.
Bei der Wahl 2023 hatte Wegner mit 28,2 Prozent der Stimmen gesiegt und damit die SPD (18,4 Prozent) deutlich hinter sich gelassen. Noch vor diesem Erfolg hatte der SPD-Politiker Raed Saleh seine Chancen belächelt und ihn als „den einsamen Kai“ bezeichnet. Wegner erinnerte später die Wähler daran, wie schnell sich Umfragewerte ändern können.
Seine Amtszeit war jedoch nicht unumstritten. Kritiker warfen ihm vor, eine großflächige Stromsperre, winterliche Glättegefahren und einen Subventionsskandal nur unzureichend bewältigt zu haben. Zudem geriet er in die Kritik, weil er kurzfristig einen neuen Staatssekretär für Digitalisierung ernannt hatte.
Selbst bei einer Wahlniederlage bliebe Wegner zunächst kommissarisch im Amt als regierender Bürgermeister. Seine aktuelle Amtszeit hätte eigentlich am 20. September 2023 – nach 100 Tagen im Amt – enden können. Doch die CDU fand keine überzeugende Alternative, um ihn als Spitzenkandidaten zu ersetzen.
Wegners politische Zukunft hängt nun vom Wahlausgang ab. Eine Niederlage würde voraussichtlich auch sein Ende als CDU-Landesvorsitzender bedeuten. Bis dahin bleibt er der favorisierte Kandidat seiner Partei für das höchste Amt.






