Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet massive Kritik
Philipp LangeCDU-Kreisvorsitzender: "Wegner war einen Schritt weiter entfernt" - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet massive Kritik
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät in die Kritik, weil er während eines großflächigen Stromausfalls in der Stadt Tennis spielte. Der Blackout betraf tausende Haushalte und löste eine Debatte über sein Krisenmanagement aus. Der CDU-Kreisvorsitzende Stephan Standfuß äußerte sich später vorsichtig zu Wegners Verhalten.
Der Stromausfall traf Berlin an einem Tag, an dem weite Teile der Stadt ohne Elektrizität waren. Gegen Mittag stellte Standfuß fest, dass sein gesamter Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf von der Stromsperre betroffen war. Er schloss sich umgehend dem Krisenstab an, um die Notlage zu bewältigen.
Wegner hingegen spielte zwischen 13:00 und 14:00 Uhr Tennis. Später räumte er die Aktivität ein, betonte jedoch, er habe eine Auszeit gebraucht, um "den Kopf freizubekommen". Seiner Aussage zufolge blieb er während des Spiels erreichbar. Wie Standfuß bestätigte, war Wegner zunächst nicht in die akuten Krisenmaßnahmen eingebunden. Einen Tag später besuchte der Bürgermeister jedoch eine Notunterkunft, wo er bei der Koordination von Hilfsangeboten und Informationen für Betroffene mitwirkte.
Auf die Frage nach Wegners Verhalten reagierte Standfuß zurückhaltend. Er erkannte die Schwere des Stromausfalls an, wollte den Bürgermeister aber nicht für das Tennisspielen kritisieren – vorausgesetzt, die Nachbereitung der Krise sei korrekt verlaufen. Dennoch mehren sich die Rufe nach Wegners Rücktritt. Verschiedene Gruppen und Einzelpersonen stellen infrage, ob er in der Krise die richtigen Prioritäten gesetzt habe.
Der Blackout offenkundigte Spannungen über die Führung in Ausnahmesituationen. Wegners Besuch in der Notunterkunft und seine Koordinationsbemühungen erfolgten erst nach anfänglicher Kritik. Unterdessen hält die Debatte über sein Handeln an: Während einige mehr Verantwortung einfordern, üben andere noch Zurückhaltung.