KNDS verdreifacht Panzerproduktion: Neue Werke für Boxer, Leopard und Puma geplant
Emil KrügerKNDS verdreifacht Panzerproduktion: Neue Werke für Boxer, Leopard und Puma geplant
KNDS baut Panzerfahrzeugproduktion in Deutschland aus
Der Rüstungskonzern KNDS erweitert seine Produktion von gepanzerten Fahrzeugen in Deutschland und plant die Eröffnung von zwei neuen Standorten, um die stark gestiegene Nachfrage zu bedienen. Der Schritt folgt auf erhöhte Bestellungen für Kampfpanzern und Schützenpanzer.
Geplant sind zwei zusätzliche Fertigungswerke: Eines wird sich auf die komplette Herstellung von Radfahrzeugen wie dem Boxer konzentrieren, das andere auf Schweißarbeiten – ähnlich dem Alstom-Schienenfahrzeugwerk in Görlitz.
Das Unternehmen strebt eine deutliche Steigerung der Produktionskapazitäten an. Mittelfristig soll die Herstellung von Boxer-Gepanzerten und Artilleriesystemen auf das Vierfache steigen. Die Produktion des Leopard-Kampfpanzers wird verdreifacht, die des Puma-Schützenpanzers verdoppelt.
Noch laufen Gespräche mit potenziellen Partnern über die Standorte der neuen Werke. Zudem rechnet KNDS damit, seine Belegschaft in Deutschland bis 2030 fast zu verdoppeln – um 4.000 bis 5.000 zusätzliche Mitarbeiter. Die Produktion von gepanzerten Fahrzeugen bleibt eine zentrale Säule des Unternehmens.
KNDS betont die anhaltende Bedeutung von Panzerfahrzeugen, insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Die Expansion soll nicht nur die Kapazitäten ausbauen, sondern auch langfristige Verteidigungsanforderungen sichern. Die neuen Standorte stärken zudem die industrielle Basis Deutschlands für militärische Ausrüstung.






