Kostenloser Bürgerbus in Seevetal verbindet Senioren und ländliche Ortsteile
Lotta SchulteBürgerbusse verbinden Gemeinden - attraktiv für Senioren - Kostenloser Bürgerbus in Seevetal verbindet Senioren und ländliche Ortsteile
Bürgerbus in Seevetal: Kostenloser Fahrdienst für Senioren und Mobilitätseingeschränkte gestartet
In Seevetal, einer kleinen Gemeinde im Landkreis Harburg (Niedersachsen), hat ein neuer Bürgerbus den Betrieb aufgenommen. Das kostenlose Transportangebot richtet sich vor allem an ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Fünf Tage die Woche verkehrt der Bus – allerdings nur nach vorheriger Buchung. Anwohner wie der 79-jährige Günter Thonfeld loben bereits, dass der Service die ländlichen Ortsteile besser verbindet.
Gestartet wurde die Initiative mit zwei geförderten Bussen, deren Betrieb jährlich rund 20.000 Euro kostet. Die Gemeinde Seevetal hat zudem eine Teilzeitkraft eingestellt, die sich um die Fahrpläne und Reservierungen kümmert. Wer mitfahren möchte, muss seinen Platz telefonisch vorab anmelden – so bleibt der Service übersichtlich und zuverlässig.
Das Projekt ist Teil eines größeren Trends in Niedersachsen, wo ähnliche Bürgerbusse bereits in Orten wie Hambergen oder Werlte unterwegs sind. Landesweit koordiniert die Landmobil-Agentur das Beratungsprojekt Bürgerbus Niedersachsen und unterstützt bürgerschaftlich getragene Verkehrsangebote. Seit 2010 sind in Deutschland etwa 80 solche Dienste entstanden, vor allem in kleineren Städten und Dörfern. Langfristig könnte der Seevetaler Bürgerbus als eingetragener Verein weitergeführt werden. Aktuell bietet er Haustür-zu-Haustür-Fahrten an und hilft älteren Einwohnern, mobil und selbstständig zu bleiben.
Der Bus füllt eine Lücke im ländlichen Nahverkehr und ist für viele eine wichtige Stütze, die mit herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln Schwierigkeiten haben. Mit gesicherter Finanzierung und Rückhalt in der Bevölkerung soll er zu einer dauerhaften Einrichtung in Seevetal werden. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach flexiblen, lokalen Transportlösungen könnten auch andere Regionen Niedersachsens nachziehen.






