Kroatien lockert Rauchverbot: Kleine Gastronomiebetriebe dürfen Raucherlokale werden
Philipp LangeKroatien lockert Rauchverbot: Kleine Gastronomiebetriebe dürfen Raucherlokale werden
Kroatien lockert sein Rauchverbot und erlaubt kleineren Gastronomiebetrieben, sich als Raucherlokale zu betreiben. Die Entscheidung folgt auf erhebliche Umsatzeinbußen in der Branche und spiegelt einen größeren Wandel in Mitteleuropa wider. Vertreter der Tourismusindustrie sehen darin einen Teil eines wachsenden Trends hin zum österreichischen Modell der regulierten Koexistenz von Rauchern und Nichtrauchern.
Die Änderung der kroatischen Politik kommt, nachdem pauschale Rauchverbote in Mitteleuropa zu finanziellen Problemen für Restaurants und Bars geführt hatten. Viele Gäste zeigten sich unzufrieden, was eine Überprüfung der strengen Vorschriften auslöste.
Österreichs Ansatz ermöglicht eine Balance zwischen Raucher- und Nichtraucherbereichen – ein Modell, das nun zunehmend Schule macht. In Griechenland dürfen Betriebe unter 70 Quadratmetern ihre Rauchpolitik selbst bestimmen. Auch Tschechien hat seine Regeln angepasst und verlangt von Gastronomiebetrieben, klar zu deklarieren, ob Rauchen erlaubt ist oder nicht. Bayern zog im August nach und gestattete das Rauchen in kleineren Lokalen und Nebenräumen.
Kroatiens Entscheidung reiht sich in diese regionalen Anpassungen ein. Die Tourismusbranche betrachtet die Lockerung als pragmatische Reaktion auf den wirtschaftlichen Druck. Gleichzeitig deutet sie auf eine wachsende Akzeptanz des österreichischen Modells der regulierten Koexistenz in ganz Europa hin.






