Kultiviertes Fleisch erobert die Futterschalen unserer Haustiere

Lotta Schulte
Lotta Schulte
2 Min.
Ein Plakat mit der Aufschrift "Essen: Kaufen Sie es mit Bedacht, kochen Sie es mit Sorgfalt, verwenden Sie weniger Weizen & Fleisch, servieren Sie nur genug, verwenden Sie das, was übrig ist, verschwendet es nicht" darauf gedruckt.Lotta Schulte

Kultiviertes Fleisch erobert die Futterschalen unserer Haustiere

Kultiviertes Fleisch könnte bald ein Standardbestandteil in Tiernahrung werden. BeneMeat, ein führender Akteur in diesem Bereich, hat im vergangenen Jahr mit einem neuen Hundesnack in Europa getestet, wie Verbraucher auf das Produkt reagieren. Nun bereitet sich das Unternehmen darauf vor, seine Erkenntnisse auf einer großen Branchenveranstaltung in Nürnberg zu präsentieren.

Im September 2025 brachte BeneMeat einen Hundesnack aus kultiviertem Fleisch auf den Markt, um die Reaktion von Haustierbesitzern zu testen. Erste Ergebnisse des Try & Share-Programms deuten darauf hin, dass Aufklärung und praktische Erfahrungen die Akzeptanz deutlich steigern. Verbraucher, die sich über den Herstellungsprozess informierten oder das Produkt selbst probierten, bewerteten es tendenziell positiver.

Tierfutter scheint ein vielversprechender Einstieg für die breitere Einführung von kultiviertem Fleisch zu sein. Die regulatorischen Hürden sind hier niedriger, und Halter zeigen sich oft offener für neue Zutaten im Futter ihrer Tiere. Eine Umfrage aus dem Jahr 2023 ergab bereits, dass 39 % der Verbraucher kultiviertes Fleisch für Haustiere kannten, während 35 % es als mögliche Option in Betracht zogen.

Die Führungskräfte von BeneMeat argumentieren, dass die Positionierung von kultiviertem Fleisch als zusätzliche Proteinquelle – und nicht als Ersatz – den Einstieg für Verbraucher erleichtert. Zudem betonen sie die Bedeutung von Transparenz, etwa durch Einladungen an die Öffentlichkeit, Produktionsstätten zu besichtigen, um Vertrauen aufzubauen. Langfristig prognostiziert das Unternehmen, dass innerhalb von fünf Jahren zwölf der weltweit größten Tiernahrungshersteller kultiviertes Fleisch direkt in ihre Produktionslinien integrieren werden.

Auf dem Forum Europe 2026 in Nürnberg werden Jan Lupich und Katharina Eist-Holland von BeneMeat die vollständigen Ergebnisse des Try & Share-Programms vorstellen. Ihre Zuversicht gründet sich auf die Möglichkeiten einer präziseren Produktionskontrolle und maßgeschneiderter Nährstoffprofile in der Tiernahrung.

Die Erkenntnisse aus den BeneMeat-Studien deuten auf eine wachsende Bereitschaft der Verbraucher hin, kultiviertes Fleisch in die Ernährung ihrer Haustiere aufzunehmen. Da Aufklärung und direkte Erfahrungen eine zentrale Rolle spielen, erwartet das Unternehmen einen raschen Marktausbau. Bis 2029 könnten führende Hersteller routinemäßig laborgezüchtetes Protein in ihre Produkte einarbeiten.

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