26 March 2026, 10:15

Landkreis Fürth kämpft um Rettung der Dorf- und Betriebshilfe vor dem Kollaps

Eine Posterkarte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Landkreis Fürth kämpft um Rettung der Dorf- und Betriebshilfe vor dem Kollaps

Landwirtschaftliche und dörfliche Hilfsdienste im Landkreis Fürth stehen vor wachsenden Herausforderungen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der verfügbaren Helferinnen und Helfer drastisch gesunken – viele Betriebe finden kaum noch Unterstützung. Lokale Verantwortliche rufen nun dazu auf, sich in diesen unverzichtbaren Diensten zu engagieren, bevor sich die Lage weiter verschärft.

Noch im Jahr 2014 verfügte der Landkreis Fürth über drei hauptamtliche und 30 nebenamtliche Dorfhelfer. 2024 sind es nur noch zwei Haupt- und elf Nebenkräfte. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Die Betriebs- und Nachbarschaftshilfen leisteten 2014 noch 42.000 Einsatzstunden, im vergangenen Jahr waren es lediglich 26.000.

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Die beiden wichtigsten Anbieter in der Region – der Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth und die Evangelische Dorf- und Betriebshilfe Hesselberg – suchen dringend Verstärkung. Die Helferinnen und Helfer übernehmen lebenswichtige Aufgaben, wenn Betriebe in Not geraten: Sie versorgen Nutztiere, melken Kühe, halten Haushalte am Laufen oder erledigen Außenarbeiten. Ohne sie drohen existenzbedrohte Höfe weitere Einbußen.

Heike Vogel, seit 20 Jahren als Dorfhelferin in Fürth im Einsatz, steht exemplarisch für das Engagement derer, die noch dabei sind. Auch Landrat Bernd Obst betont, wie entscheidend diese Dienste für das Funktionieren der lokalen Landwirtschaft und Dörfer sind. Doch der Mangel an nebenamtlichen Kräften belastet das System zunehmend – die Nachfrage kann kaum noch bedient werden.

Wer mithelfen möchte, kann sich beim Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth an Franziska Wollandt wenden (Telefon: 09127 / 95 48 660, E-Mail: [email protected]). Die Evangelische Dorf- und Betriebshilfe in Bayern (Hesselberg) ist über Hans-Georg Müller erreichbar (Telefon: 09854 / 100, E-Mail: [email protected]).

Der Rückgang der Helferzahlen in den letzten zehn Jahren hat die Betriebe im Landkreis Fürth in Krisenzeiten fast schutzlos zurückgelassen. Da nur zwei Organisationen den gesamten Landkreis abdecken, ist der Bedarf an Verstärkung offenkundig. Ohne mehr Personal wird die Fähigkeit, die lokale Landwirtschaft und das dörfliche Leben zu stützen, weiter unter Druck geraten.

Quelle