Landratswahl 2026 in Landshut: 600 Kandidaten und ein digitales Übungstool für Wähler
Lotta SchulteLandratswahl 2026 in Landshut: 600 Kandidaten und ein digitales Übungstool für Wähler
Landratswahl 2026 im Landkreis Landshut: Rekord-Stimmzettel mit über 600 Kandidaten
Am 8. März 2026 steht im Landkreis Landshut eine historische Kommunalwahl an: Die Wähler müssen sich zwischen 11 Parteilisten und mehr als 600 Kandidaten entscheiden. Jeder Wahlberechtigte verfügt über 70 Stimmen, die frei auf die Bewerber verteilt werden können – ein komplexeres Verfahren als in früheren Wahlen.
Um die Bürger auf die Abstimmung vorzubereiten, hat der Landkreis ein Online-Übungstool eingeführt. Mit diesem interaktiven System können Wähler ihre Stimmabgabe im Vorfeld testen, insbesondere Erstwähler, die mit den lokalen Wahlregeln noch nicht vertraut sind.
Das Übungssystem prüft, ob die Stimmen korrekt vergeben werden, und erklärt, wie die Wahl einer Parteiliste die Gesamtauszählung beeinflusst. Die Briefwahl beginnt am Rosenmontag, dem 16. Februar 2026, wenn die ersten Wahlunterlagen verschickt werden.
Zu den wichtigsten Kandidaten zählen Claudia Geilersdorfer (CSU), die bei der letzten Wahl 2020 mit 49.881 Stimmen die meisten Stimmen holte und nun auf Führung und Zusammenhalt setzt. Ebenfalls stark positioniert sind Florian Oßner (CSU) und Gerald Schlachtbauer (Freie Wähler). Lorenz Heilmeier (ÖDP) führt die Liste seiner Partei an, nachdem er bei der Wahl des Landrats 4,1 Prozent erreichte.
In der Stichwahl um das Landratsamt am 22. März treten Alfred Holzner (Freie Wähler) und Geilersdorfer erneut gegeneinander an. Holzner gewann im ersten Wahlgang 43,1 Prozent, während Geilersdorfer auf 30,7 Prozent kam. Die dominierenden Kräfte im Kreistag sind derzeit CSU (26,5 Prozent der Sitze), Freie Wähler (24,8 Prozent) und AfD (14,1 Prozent), die sich auf Themen wie Verwaltung, Finanzen und Umweltpolitik konzentrieren.
Die Wahl entscheidet über die neue Zusammensetzung des Kreistags und wichtige Führungspositionen. Mit dem Online-Tool können Wähler Fehler bei der Verteilung ihrer 70 Stimmen vermeiden. Die offiziellen Ergebnisse werden die lokale Politik und Vertretung für die kommende Amtszeit prägen.






