Landshut stärkt Netzwerk für Familien mit behinderten Kindern und Jugendlichen
Johanna PetersLandshut stärkt Netzwerk für Familien mit behinderten Kindern und Jugendlichen
Vernetzungstreffen für Beratungsstellen: Bessere Unterstützung für Familien und junge Menschen mit Behinderung
Am 28. August 2025 fand in Landshut ein Vernetzungstreffen für Beratungsstellen statt, die Familien und junge Menschen mit Behinderung begleiten. Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe und den Eingliederungshilfen zu verbessern. Als Prozessbegleiterinnen für das Stadt- und Kreisjugendamt leiteten Janine Brabender und Katharina Hellmann die Sitzung.
An dem Treffen nahmen zentrale Akteurinnen und Akteure teil, darunter die Behindertenbeauftragte der Stadt sowie Fachkräfte der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB), der Offenen Behindertenarbeit (OBA) des BRK und der Lebenshilfe Landshut. Die Teilnehmer diskutierten Wege, wie die Unterstützung für Familien, die sich in komplexen Versorgungssystemen zurechtfinden müssen, gestärkt werden kann. Eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2022 hatte bereits die psychische Belastung von Eltern und jungen Menschen durch die Anforderungen der Behindertenversorgung aufgezeigt.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass eine engere Zusammenarbeit notwendig ist, um die Angebote zu optimieren und Hilfen zielgenauer auszurichten. Das Treffen markierte zugleich den Auftakt zu regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen, die die kontinuierliche Kooperation fördern sollen. Bayern verfügt bereits über mehr als 250 Frühförderstellen und rund 1.000 weitere Unterstützungsangebote, darunter interdisziplinäre Beratungsdienste und Entlastungsprogramme für Familien.
Die Organisatorinnen betonten besonders die Notwendigkeit, die Schnittstellen zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe zu schließen. Künftige Treffen sollen auf dieser Grundlage aufbauen, um die bestehenden Ressourcen weiterzuentwickeln und auszubauen.
Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Unterstützungsstrukturen für betroffene Familien zu verbessern. Weitere Vernetzungstermine sind geplant, um die Dynamik aufrechtzuerhalten und Partnerschaften zu vertiefen. Die Beratungsstellen werden Familien weiterhin bei Anträgen und der Orientierung im System begleiten.






