"Landtag Live" bringt Jugendlichen bayerische Politik zum Anfassen
Johanna Peters"Landtag Live" bringt Jugendlichen bayerische Politik zum Anfassen
Seit mehr als zwei Jahrzehnten bringt das Projekt "Landtag Live" junge Menschen der bayerischen Politik näher. Die Initiative, die seit 2003 alle zwei Jahre stattfindet, ist eine gemeinsame Aktion der Katholischen Landjugendbewegung Bayern (KLJB Bayern) und der Kolpingjugend Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Landtag. In diesem Jahr nahmen Teilnehmende wie Annarita Seitz aus Oberguenzburg an einer Woche voller politischer Teilhabe und Lernerfahrungen teil.
Den Auftakt bildete ein Besuch im Münchner Rathaus, wo die Gruppe auf Stadtrat Andreas Voßeler traf. Dort diskutierten sie, wie Kommunalpolitik den Alltag in München prägt und welche Herausforderungen die lokale Verwaltung meistern muss.
Ein besonderer Höhepunkt war ein Termin in der Bayerischen Staatskanzlei. Hier beschäftigte sich die Gruppe mit dem Gesetzgebungsverfahren und erhielt Einblicke, wie Gesetze entworfen und verabschiedet werden. Digitalminister Fabian Mehring und Staatssekretär Tobias Gotthardt standen den Jugendlichen Rede und Antwort und erläuterten ihre Aufgaben in der Landesregierung.
Seit dem Start von "Landtag Live" haben über 15.000 junge Menschen an dem Projekt teilgenommen. Annarita Seitz bezeichnete die Erfahrung als prägend – besonders die Erkenntnis, wie wichtig Anpassungsfähigkeit in der politischen Arbeit ist. Sie betonte, wie schnell Entscheidungen getroffen werden müssen und wie Politiker:innen zwischen unterschiedlichen Prioritäten abwägen.
Das zentrale Anliegen der Initiative bleibt unverändert: Politik entmystifizieren und junge Menschen dazu ermutigen, sich aktiv in die Demokratie einzubringen. Durch den direkten Austausch mit Entscheidungsträger:innen und praxisnahe Diskussionen wollen die Veranstalter langfristiges bürgerschaftliches Engagement fördern.
Die jüngste Ausgabe von "Landtag Live" ist nun zu Ende gegangen – mit Teilnehmenden, die ein tieferes Verständnis für politische Abläufe mitnehmen. Bei Besuchen in Schlüsselinstitutionen und im Gespräch mit Verantwortlichen sammelten junge Menschen wie Seitz eigene Erfahrungen in der politischen Gestaltung. Das Projekt baut weiterhin Brücken zwischen Jugend und Demokratie – eine Veranstaltung nach der anderen.






