Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Lotta SchulteLinke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die Mitglieder ihres Jugendverbandes Linksjugend Solid getätigt haben. Dazu gehörten Lobeshymnen auf Stalin und Mao sowie antisemitische Hetze gegen Israel, die breite Kritik auslösten.
In einem internen Forum sollen Mitglieder von Linksjugend Solid dem Berichten zufolge ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ gepostet haben. Zudem sprachen sie im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“. Einige Mitglieder priesen darüber hinaus den ehemaligen sowjetischen Diktator Josef Stalin und den verstorbenen chinesischen Führer Mao Zedong.
Trotz dieser Aussagen distanziert sich Linksjugend Solid ausdrücklich von Systemen wie der DDR und verweist dabei auf Bedenken hinsichtlich demokratischer Strukturen, Einschränkungen der Bürgerrechte und staatlicher Repression. Unterdessen zeigten sich Politiker der Linken auf Landesebene empört: Die Berliner Co-Vorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer forderten Konsequenzen. Die Linke hat inzwischen Gespräche mit Linksjugend Solid aufgenommen, um die Vorwürfe zu prüfen und Maßnahmen einzuleiten.
Die Partei bekräftigte erneut ihre Ablehnung von Stalinismus, der DDR und antisemitischen Aussagen. Zugleich verurteilte sie alle unmenschlichen Positionen und betonte ihr Bekenntnis zu demokratischen Werten. Nun will die Linke die Angelegenheit intern aufarbeiten und für Verantwortung sorgen.






