22 May 2026, 22:19

Linke fordert radikale Wende: Staat soll Wohnungsnot mit Milliardenprogramm bekämpfen

Linke kritisiert Rückgang bei Wohnungsfertigstellungen

Linke fordert radikale Wende: Staat soll Wohnungsnot mit Milliardenprogramm bekämpfen

Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, fordert sofortiges Handeln des Bundes, um die Wohnungsnot in Deutschland zu bekämpfen. Die aktuelle Unterversorgung von mindestens 1,4 Millionen Wohnungen bezeichnete sie als eine wachsende „soziale Bruchlinie“, die dringend Investitionen in bezahlbaren Wohnraum erfordere.

Lay kritisierte die Bundesregierung scharf, weil sie ihre Versprechen nicht einhalte. Lange angekündigte, aber immer noch ausstehende Fördergelder für gemeinnützigen Wohnungsbau müssten nun „ohne weitere Verzögerungen“ freigegeben werden. Die geringe Zahl fertiggestellter Wohnungen im Jahr 2021 nannte sie „beschämend“ – die bisherigen Anstrengungen lägen weit unter dem, was nötig sei.

Zu ihren Forderungen gehören ein massiver Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, kommunaler Mietwohnungen und genossenschaftlicher Wohnprojekte. Lay bestand darauf, dass der Staat selbst „in großem Stil“ bezahlbaren Wohnraum schaffen müsse. Die Vorschläge von Bundesbauministerin Verena Hubertz wies sie als unzureichend zurück – nur ein „umfassendes Investitionsprogramm“ könne die Krise wirksam lösen.

Die Linke pocht auf sofortige Mittelbereitstellung und direkte staatliche Eingriffe in den Wohnungsbau. Ohne schnelles Handeln werde sich die Wohnungsnot weiter verschärfen, warnte Lay, und immer mehr Haushalte würden vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum suchen. Die nächsten Schritte der Regierung würden entscheiden, ob sich die Kluft zwischen Bedarf und Angebot verringere.

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