09 February 2026, 20:44

"Mainz bleibt Mainz" wagt den Generationswechsel mit mehr Frauen und frischen Talenten

Ein Blatt mit der Überschrift "Carnivals Parisiens par Louis Morin" in fetter Schrift, das farbenfrohe, detailreiche Entwürfe von Menschen in bunten Karnevalskostümen und Masken zeigt.

"Mainz bleibt Mainz" wagt den Generationswechsel mit mehr Frauen und frischen Talenten

Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" steht vor großen Veränderungen für die beliebte Fernsehsitzung. In diesem Jahr kündigt das ZDF einen mutigen Generationswechsel an: bewährte Künstler treffen auf neue Gesichter, und historische Premieren sorgen für Aufsehen. Zudem werden bedeutende Jubiläen gefeiert – und es gibt Abschiede zu nehmen.

Die Show präsentiert frische Stimmen neben etablierten Stars. Politische Satire steht im Mittelpunkt mit Florian Sitte als "Till", Johannes Bersch als "Moguntia" und Thomas Becker als "Zeitgeist". Für Energie sorgen junge Bands wie "Handkäse", während Frauen erstmals eine zentrale Rolle einnehmen.

Chrissy Grom schreibt Geschichte als erste weibliche Protokollführerin – nach ihrem gefeierten karnevalistischen Jahresrückblick beim Gonsenheimer Carneval Verein (GCV) 2025. Ihre scharfe politische Satire erhielt stehende Ovationen und sicherte ihr einen Platz im ZDF-Programm. Unterdessen kehrt Andreas Schmitt als Sitzungspräsident und "Obermessdiener" zurück, obwohl er gleichzeitig für das Bürgermeisteramt kandidiert – eine Personalie, die unter Fans für Gesprächsstoff sorgt.

Gefeiert werden zwei besondere Jubiläen: Jürgen Wiesmanns 25-jähriges Bühnenjubiläum als "Ernst Lustig" und der 100. Geburtstag der Mainzer Hofsänger. Doch die Sendung wird auch einen wehmütigen Abschied nehmen: vom langjährigen Darsteller Hansi Greb, bekannt als "Hobbes".

Die Übertragung des Vorjahres war von Pannen geprägt – darunter Tonprobleme, ein Sendungsausfall und eine Rekord-Tiefstquote von 3,85 Millionen Zuschauern. Die Gründe für den Einbruch bleiben unklar; ob Konkurrenzprogramme oder Sendezeitänderungen eine Rolle spielten, ist nicht bekannt.

Die diesjährige Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz" setzt auf die Balance zwischen Tradition und Innovation: Mehr Frauen und junges Talent als je zuvor prägen die Show. Sie ehrt langjährige Künstler und setzt auf frische Akzente – in der Hoffnung, nach den technischen Problemen und schwachen Quoten des Vorjahres wieder mehr Zuschauer zu begeistern.