31 December 2025, 16:40

Mainz trauert: Prägende Persönlichkeiten aus Politik, Karneval und Sport verstorben

Eine B√ľhne mit Lichtern, einem Bildschirm und Musikern, die Instrumente spielen, mit einem Banner oben, einer Menge unten und Fahnen mit Stangen und Luftballons drumherum.

Mainz trauert: Prägende Persönlichkeiten aus Politik, Karneval und Sport verstorben

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region tiefe Spuren. Unter ihnen waren Wegbereiter des Karnevals, des Fußballs, des Journalismus und des öffentlichen Dienstes.

Im März 2025 starb Bernhard Vogel, einer der einflussreichsten Politiker Deutschlands, im Alter von 92 Jahren. Von 1976 bis 1988 amtierte er als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und hält mit insgesamt 23 Jahren im Amt den Rekord für die längste kumulierte Amtszeit eines Regierungschefs auf Landesebene. Seine Führung prägte die Landespolitik über Jahrzehnte.

Auch die Karnevalsgemeinschaft erlitt schwere Verluste. Elisabeth Klöver, langjährige Leiterin des MCV-Gardeballetts, verstarb mit 85 Jahren. Als treibende Kraft der Mainzer Fastnachtszene beeinflusste sie Generationen von Darstellern. Dieter Wenger, der leitende Wagenbauer des Mainz 05 Karnevalsvereins, starb im Alter von 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte hinweg gestaltete er die prunkvollen Umzugswagen für den Rosenmontagszug.

Aus Sport und Medien wurden ebenfalls prägende Persönlichkeiten betrauert. Holger Bernhardt, ehemaliger Torhüter des 1. FSV Mainz 05, kam bei einem Verkehrsunfall in Basel mit nur 52 Jahren ums Leben – ein Schock für die Fußballwelt. Ekkehardt Gahntz, langjähriger ZDF-Nachrichtenjournalist, verstarb mit 79 Jahren. Seine Berichterstattung prägte jahrzehntelang die Nachrichtensendungen des Senders.

Weitere bedeutende Todesfälle betrafen Herbert Mertin, Justizminister von Rheinland-Pfalz und FDP-Politiker, der mit 66 Jahren starb. Er hatte das Amt von 1999 bis 2006 sowie erneut ab 2016 bis zu seinem Tod inne. Marita Boos-Waidosch, die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, wurde für ihr Engagement für Barrierefreiheit und Inklusion in Erinnerung behalten. Dr. Thomas Flohr, Onkologe im Hämatologisch-Onkologischen Medizinischen Versorgungszentrum, verstarb mit 57 Jahren und hinterlässt zahlreiche Patienten, deren Leben er verbessert hatte.

Auch die Kulturszene verlor mit Barbara Rupp eine prägende Gestalt. Die langjährige Vorsitzende des Fördervereins Mainzer Unterhaus formte die Spielstätte von 1983 bis 2008 maßgeblich. Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator im Kulturclub Schon Schön, starb unerwartet und hinterlässt bestürzte Kollegen.

Der Tod dieser Persönlichkeiten markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Bereichen. Ihr Wirken in Politik, Karneval, Gesundheitswesen und Kunst hat Mainz und die Region nachhaltig geprägt. Die Region blickt nun auf ihr Erbe zurück und würdigt die Leistungen, die sie zu Lebzeiten erbracht haben.