22 February 2026, 06:31

Masern in Deutschland: Rückgang der Fälle – doch die Gefahr bleibt

Ein Mann in einem weißen Hemd erhält eine Impfung von einem Arzt in einem blauen Kleid und Handschuhen, der eine Spritze hält, mit einem unscharfen Hintergrund.

Weniger Maserninfektionen in Bayern - Masern in Deutschland: Rückgang der Fälle – doch die Gefahr bleibt

Masernfälle in Deutschland gehen 2025 stark zurück – nur noch 234 Infektionen bundesweit

Bayern, eines der in den Vorjahren am stärksten betroffenen Bundesländer, verzeichnete lediglich 43 Fälle – ein Rückgang um 26 im Vergleich zu 2024. Trotz dieser positiven Entwicklung warnen Gesundheitsexperten, dass die Impfbemühungen fortgesetzt werden müssen, um neue Ausbrüche zu verhindern.

Vor der Einführung von Impfstoffen war Masern eine weitverbreitete Kinderkrankheit. Die Krankheit überträgt sich leicht über Tröpfchen in der Luft und beginnt oft mit Fieber, bevor sich ein Ausschlag am gesamten Körper bildet. Bei etwa jedem zehnten Infizierten treten Komplikationen auf, die mit zunehmendem Alter schwerwiegender verlaufen können.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt zwei Impfdosen für Kinder sowie bestimmte Erwachsene. Um Masern vollständig zu eliminieren, muss die Impfquote der Zweitimpfung bei Zweijährigen über 95 Prozent liegen. In Bayern liegen die aktuellen Raten jedoch bei nur 92 Prozent für die erste und 78 Prozent für die zweite Dosis.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betont, dass der Rückgang der Fallzahlen kein Grund zur Entwarnung sei. Zwar gab es in diesem Jahr bisher nur zwei Infektionen im Land, doch bleibe Masern aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr und des Risikos schwerer Verläufe eine Bedrohung.

Der Rückgang der Masernfälle spiegelt die fortlaufenden Impfbemühungen wider, doch bestehen weiterhin Lücken in der Impfabdeckung. Ohne höhere Durchimpfungsraten könnten neue Ausbrüche auftreten – insbesondere in ungeimpften Bevölkerungsgruppen. Die Behörden drängen weiterhin auf eine bessere Impfbereitschaft, um die Ziele zur Ausrottung der Krankheit zu erreichen.