Massenrücktritt erschüttert Mittelstandsunion im Landkreis Hof
Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Darunter sind Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel. Die Rücktritte folgen wachsender Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Organisation.
Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsunion in Oberfranken, verließ die Vereinigung sowie die CSU. Er kritisierte die Partei dafür, sich von ihren Mitgliedern und dem Mittelstand zu entfernen. Seiner Ansicht nach würden Fachwissen und praktische Rückmeldungen aus der Wirtschaft ignoriert.
Die Vorstandsmitglieder nannten das Fehlen demokratischer Prozesse als Hauptgrund für ihren Rückzug. Sie hatten das Gefühl, innerhalb der Mittelstandsunion kaum Einfluss zu haben. Zudem wuchs die Frustration über Rentenpolitik und steigende Kosten, die ihrer Meinung nach ohne ausreichende Abstimmung beschlossen wurden.
Ihre Kritik beschränkte sich nicht auf den lokalen Verband. Sie verwiesen auf Probleme auf regionaler und Landesebene innerhalb der Organisation.
Der Massenrücktritt unterstreicht die tiefe Verärgerung unter den lokalen Führungskräften. Sie sind überzeugt, dass ihre Stimmen und die der kleinen und mittleren Unternehmen nicht mehr gehört werden. Der Schritt wirft Fragen zur künftigen Ausrichtung der Mittelstandsunion in der Region auf.
