Massive Proteste gegen AfD-Kundgebung mit Björn Höcke in Bayreuth
Johanna PetersMassive Proteste gegen AfD-Kundgebung mit Björn Höcke in Bayreuth
Eine geplante AfD-Veranstaltung in Seybothenreuth bei Bayreuth löste am Wochenende eine große Gegenprotestbewegung aus. Rund 300 Demonstranten versammelten sich vor dem Veranstaltungsort, während eine weitere Veranstaltung in Lindenberg Tausende anzog. Die Proteste folgten auf ein zunächst von den Behörden verhängtes Redeverbot für Björn Höcke, eine führende Figur der AfD, bei der Veranstaltung.
Die AfD hatte zwar die Genehmigung für ihre Kundgebung in Bayreuth erhalten, doch lokale Behörden erließen ein Redeverbot gegen Björn Höcke. Diese Entscheidung wurde später vom Bayerischen Verwaltungsgericht aufgehoben, sodass er schließlich vor den Teilnehmern sprechen durfte.
Der Widerstand gegen die AfD-Veranstaltung formierte sich schnell. Das "Offene Antifaschistische Treffen Westallgäu" und das Bündnis "Solidarisches Allgäu" organisierten eine Gegenkundgebung vor der Halle. Die Demonstranten trugen Transparente mit Botschaften wie "Gemeinsam gegen AfD und Rechtsruck" oder "AfD = Abgrund für Deutschland". Andere zeigten Parolen wie "Junge Zukunft Sozialismus".
Laut Polizei nahmen etwa 300 Menschen an der Protestaktion in Seybothenreuth teil. Gleichzeitig zählte eine separate Gegenveranstaltung in Lindenberg Tausende Teilnehmer. Auch der örtliche Bürgermeister Eric Ballerstedt schloss sich den Demonstranten in Seybothenreuth an und stand mitten in der Menge.
Die Proteste verliefen nach Angaben der Behörden ohne größere Zwischenfälle. Die Gegenkundgebungen unterstrichen den starken Widerstand gegen das Auftreten der AfD in der Region. Höckes schließlich doch noch möglicher Auftritt folgte der gerichtlichen Aufhebung seines Redeverbots.






