Massiver Tierskandal: Großer Geflügelschlachthof nach Quälerei-Vorwürfen dicht
Emil KrügerVerhaftungsbefehl gegen Schlachthofmitarbeiter erlassen - Massiver Tierskandal: Großer Geflügelschlachthof nach Quälerei-Vorwürfen dicht
Ein großer Geflügelschlachthof in Wassertrüdingen wurde nach Vorwürfen der Tierquälerei geschlossen. Die Anlage zählte zu den größten des Landes und schlachtete täglich bis zu 60.000 Legehennen. Die Ermittlungen begannen, nachdem eine Tierrechtsorganisation Videoaufnahmen veröffentlichte, die mögliche Verstöße dokumentieren.
Auslöser des Falls war die Veröffentlichung von Aufnahmen durch eine Tierschutzorganisation, die mutmaßliche Missstände im Betrieb zeigte. Daraufhin leiteten die Behörden eine Untersuchung der Abläufe im Schlachthof ein.
Sieben Mitarbeiter müssen nun mit Bußgeldern wegen Verstößen gegen das Tierschutzrecht rechnen. Vier Strafbescheide wurden bereits erlassen, einer davon ist bereits rechtskräftig. Einer der Betroffenen hat Vorstrafen und muss mehr als 90 Tagessätze zahlen.
Die Schließung folgt auf vorherige Entlassungen am Standort. Rund 125 Beschäftigte hatten ihren Job bereits vor der Stilllegung verloren. Die genaue Gesamtzahl der Mitarbeiter vor der Schließung bleibt unklar.
Der Betrieb des Schlachthofs wurde eingestellt, und gegen mehrere Angestellte wurden Geldstrafen verhängt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Durchsetzung des Tierschutzes in der industriellen Geflügelverarbeitung. Weitere rechtliche Schritte könnten folgen, während die Ermittlungen andauern.






