03 March 2026, 02:56

Mehr Geld und Flexibilität: Neue TVöD-Regeln revolutionieren den öffentlichen Dienst

Eine alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Mehr Geld und Flexibilität: Neue TVöD-Regeln revolutionieren den öffentlichen Dienst

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland erleben seit 2026 deutliche Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen. Neue Regelungen ermöglichen es Angestellten unter dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), zusätzliche Stunden gegen Bezahlung zu leisten, während sich auch die Schichtzulagen erhöht haben. Diese Anpassungen sind das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, darunter die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die am 14. Februar 2026 in Potsdam abgeschlossen wurden.

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Seit Beginn des Jahres 2026 dürfen Beschäftigte bis zu drei zusätzliche Stunden pro Woche arbeiten – vorausgesetzt, sowohl sie als auch ihr Arbeitgeber stimmen zu. Dieses Prinzip der "doppelten Freiwilligkeit" stellt sicher, dass niemand zu längeren Arbeitszeiten gezwungen wird. Die Regelung ist befristet und gilt maximal 18 Monate, bevor sie überprüft oder verlängert werden muss.

Wer die Extra-Stunden in Anspruch nimmt, erhält einen Bonus, der sich nach der Entgeltgruppe richtet. Arbeitnehmer der Stufen 1 bis 9b bekommen einen Aufschlag von 25 Prozent auf ihr Zusatzentgelt, während Beschäftigte der Stufen 9c bis 15 zehn Prozent erhalten. Zudem sind die Schichtzulagen deutlich gestiegen: Der Zuschlag für Wechselschichten kletterte von 105 auf 200 Euro monatlich, und die normale Schichtzulage verdoppelte sich von 40 auf 100 Euro.

Weitere Vorteile umfassen die Möglichkeit, Teile der Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Ab 2027 erhalten alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst zudem einen weiteren Urlaubstag pro Jahr. Für dieses Jahr sind zudem weitere Anpassungen des TVöD-Tarifvertrags geplant.

Die Änderungen bieten den Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit und ihres Einkommens. Mit höheren Schichtzulagen, freiwilligen Überstundenboni und zusätzlichen Urlaubsoptionen sollen die Neuerungen längere Arbeitszeiten durch bessere Leistungen ausgleichen. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zur nächsten Tarifrunde.