11 May 2026, 02:16

Mehrheit der Deutschen befürwortet Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus

Alte Karte von Hofhegenberg, Deutschland, schwarz umrandet, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Mehrheit der Deutschen befürwortet Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass inzwischen etwas mehr als die Hälfte der Deutschen den Einsatz von Bundeswehrkräften in der Straße von Hormus befürwortet. Die Erhebung, die Anfang Mai durchgeführt wurde, belegt einen Wandel in der öffentlichen Meinung zu einer möglichen militärischen Mission in der Region. Unterdessen hat die deutsche Marine bereits ein Minenräumboot im Mittelmeer positioniert, das bei einer Freigabe sofort eingesetzt werden könnte.

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Die Umfrage, die am 7. und 8. Mai 2026 mit 1.009 Teilnehmenden durchgeführt wurde, ergab, dass 51 Prozent der Deutschen einen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus unterstützen. 44 Prozent lehnen die Idee ab, während 5 Prozent unentschieden sind. Die Zustimmung variiert dabei deutlich nach politischer Ausrichtung: 77 Prozent der Wähler der Grünen befürworten den Einsatz, wohingegen 73 Prozent der AfD-Anhänger ihn ablehnen.

Auch regionale Unterschiede sind deutlich erkennbar: In Westdeutschland sprechen sich 52 Prozent für die Mission aus, während im Osten 53 Prozent dagegen sind. Dies folgt auf eine frühere Umfrage Mitte April, bei der bereits die Hälfte der Deutschen dafür war, Minenräumboote in den Nahen Osten zu entsenden.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat klare Bedingungen für eine mögliche deutsche Beteiligung festgelegt. Er besteht auf ein Ende der Feindseligkeiten, einen fundierten militärischen Plan sowie eine Zustimmung des Bundestags, bevor Truppen entsandt werden. Sollte der Einsatz genehmigt werden, würde das Minenräumboot Fulda – bereits im Mittelmeer stationiert – mit 45 Besatzungsmitgliedern auslaufen, darunter spezialisierte Minentaucher.

Das Schiff könnte sich an einer internationalen Operation zur Sicherung der Schifffahrtsrouten in der Straße von Hormus beteiligen, einer der wichtigsten Passagen für die globale Ölversorgung.

Die Fulda bleibt vorerst in Bereitschaft, während die politische und öffentliche Debatte anhält. Eine endgültige Entscheidung erfordert die parlamentarische Zustimmung sowie eine Einigung über den Umfang der Mission. Im Falle eines Einsatzes würde die 45köpfige Crew sich auf die Minenräumung und die maritime Sicherheit in einer der strategisch bedeutendsten Wasserstraßen der Welt konzentrieren.

Quelle