Memmingen erlebt Einbürgerungsboom nach Reform – über 1.000 neue Deutsche in zwei Jahren
Lotta SchulteMemmingen erlebt Einbürgerungsboom nach Reform – über 1.000 neue Deutsche in zwei Jahren
Memmingen verzeichnet starken Anstieg bei Einbürgerungen
In den vergangenen zwei Jahren hat Memmingen einen deutlichen Anstieg der Einbürgerungen erlebt. Über 1.000 Einwohner erhielten 2024 und 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft – deutlich mehr als in den sechs Jahren zuvor. Der Zuwachs folgt auf eine Reform aus dem Jahr 2024, die die Mindestaufenthaltsdauer für gut integrierte ausländische Arbeitnehmer von acht auf fünf Jahre verkürzte.
Die Stadt bearbeitete 2025 insgesamt 524 Einbürgerungen, nach 493 im Vorjahr. Fast die Hälfte der 2025 bewilligten Anträge (248) stammte von Bewerbern aus dem westlichen Balkan. Mit 80 neuen Bürgern führte das Kosovo die Statistik an, gefolgt von der Türkei (79) und Bosnien und Herzegowina (66).
Nach der Gesetzesänderung im Juni 2024 stieg die Zahl der Anträge deutlich: 2024 gingen 701 Antragsstellungen ein, 2025 waren es 534. Die Bearbeitung eines Falls dauert in der Regel sechs bis acht Monate. Bürgermeister Jan Rothenbacher bezeichnete den Trend als positiven Impuls für die Wirtschaft Memmingens und den sozialen Zusammenhalt der Stadt.
Deriu, ein lokaler Beamter, erwartet, dass die hohe Einbürgerungsrate auch 2026 anhalten wird. Die Zahlen markieren einen dramatischen Wandel: 1.017 Menschen wurden in zwei Jahren eingebürgert – im Vergleich zu 793 in den sechs Jahren davor.
Die Reform von 2024 hat die Einbürgerungen in Memmingen deutlich beschleunigt. Mit kürzeren Aufenthaltsvoraussetzungen und anhaltender Nachfrage erhalten ausländische Einwohner die Staatsbürgerschaft schneller als je zuvor. Die Behörden rechnen nun mit einem anhaltenden Wachstum bei Anträgen und Genehmigungen.






