20 March 2026, 18:14

Milchpreiskrise: Bundesländer blockieren Rettungsplan für notleidende Bauern

Deutscher Briefmarke aus dem Jahr 1913 mit drei Kühen und einem Schloss, mit der Aufschrift "Landwirtschaftskammer."

Milchpreiskrise: Bundesländer blockieren Rettungsplan für notleidende Bauern

Landwirtschaftsminister haben einen Plan zur Unterstützung notleidender Milchbauern blockiert. Der von Niedersachsen vorangetriebene Vorschlag sah EU-Krisenmaßnahmen vor, um die Rohmilchpreise zu stabilisieren und familiengeführte Betriebe zu schützen. Agrarministerin Miriam Staudte gab die Ablehnung am Freitag bekannt und bezeichnete sie als schweren Rückschlag für die Branche.

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Niedersachsen hatte die Bundesregierung aufgefordert, sich für EU-Krisenhilfen einzusetzen. Der Plan umfasste freiwillige Produktionskürzungen der Landwirte im Gegenzug für Entschädigungszahlungen, um das Milchangebot an die Nachfrage anzupassen. Staudte verwies darauf, dass ein ähnliches Modell bereits 2016 erfolgreich gewesen sei und über die EU-Agrarkrisenreserve finanziert werden könnte.

Die Minister aus CDU- und SPD-geführten Ländern erkannten zwar die Schwierigkeiten der Milchwirtschaft an, lehnten jedoch finanzielle Hilfen ab. Staudte kritisierte die Entscheidung als "vernichtenden Schlag", der den Niedergang kleiner Molkereien beschleunigen werde. Sie warf den von konservativen Ministern geführten Ressorts vor, Ideologie über Handlungsfähigkeit zu stellen, und betonte, dass die Milchpreiskrise dringend politisches Eingreifen erfordere.

Landwirtschaftsverbände hatten Niedersachsens Forderung nach einem EU-Eingriff unterstützt. Ziel war es, den Milchmarkt zu stabilisieren und weitere Betriebsaufgaben zu verhindern. Trotz der Rückendeckung scheiterte der Vorschlag an der notwendigen Zustimmung auf Bundesebene.

Die Ablehnung hinterlässt die Milchbauern ohne das geplante EU-gestützte Sicherheitsnetz. Ohne Anpassungen beim Angebot oder finanzielle Entlastung bleibt die Branche dem anhaltenden Preisdruck ausgesetzt. Staudtes Warnung deutet darauf hin, dass in den kommenden Monaten weitere familiengeführte Betriebe schließen könnten.

Quelle