10 March 2026, 14:14

Milliardenverluste der BVK in den USA lösen Forderungen nach Sonderprüfung aus

Ein grünes Wertpapier der Leipziger Hypothekbank mit gedrucktem Text und einem Stempel.

Anwälte fordern Sonderprüfung der Provisionskammer - Milliardenverluste der BVK in den USA lösen Forderungen nach Sonderprüfung aus

Bayerische Versorgungskammer unter Druck nach Milliardenverlusten in den USA

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) steht zunehmend in der Kritik, nachdem sie schwere Verluste bei ihren US-Investitionen bekannt gegeben hat. Juristen fordern nun eine vollständige, unabhängige Prüfung der Finanzgeschäfte des Pensionsfonds. Die Forderungen kommen angesichts von Befürchtungen, dass die bereits bekannten Verluste von fast 700 Millionen Euro nur die Spitze des Eisbergs sein könnten.

Die BVK verwaltet die Altersvorsorge für rund 2,7 Millionen Menschen in Bayern, darunter Selbstständige und Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Ihr Gesamtvermögen beläuft sich auf 122 Milliarden Euro, wovon 1,6 Milliarden in den USA angelegt sind.

Aus jüngsten Offenlegungen geht hervor, dass der Fonds 163 Millionen Euro auf US-Immobilienprojekte abschreiben musste. Zudem drohen zusätzliche Risiken in Höhe von 690 Millionen Euro im Zusammenhang mit diesen Investitionen. Viele der Verluste hängen mit Geschäften zusammen, die mit dem Immobilienentwickler Michael Shvo verknüpft sind.

Der Münchner Anwalt Peter Mattil wirft der BVK vor, Informationsanfragen zu blockieren. Er und sein Kollege Stephan Greger vermuten, dass die US-Verluste weitaus größer sein könnten als bisher bekannt. Sie drängen nun auf eine Sonderprüfung – ähnlich der KPMG-Untersuchung von 2020 beim Zahlungsdienstleister Wirecard, bei der Milliarden an Unregelmäßigkeiten aufgedeckt wurden.

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Als staatliche Einrichtung untersteht die BVK der Aufsicht des bayerischen Innenministeriums. Kritiker argumentieren jedoch, dass eine stärkere externe Kontrolle notwendig sei, um das volle Ausmaß der finanziellen Probleme aufzudecken.

Die US-Investitionen der BVK haben bereits zu Abschreibungen und potenziellen Risiken in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro geführt. Der juristische Druck für eine unabhängige Prüfung wächst, während Anwälte warnen, dass die bisher bekannten Verluste das wahre Ausmaß der Krise nicht widerspiegeln könnten. Die Folgen könnten die Rentenansprüche von Millionen Bayern betreffen.

Quelle