MTU Aero Engines wächst kräftig – doch Lieferketten bremsen den Erfolg
Emil KrügerMTU Aero Engines wächst kräftig – doch Lieferketten bremsen den Erfolg
MTU Aero Engines verzeichnet starkes finanzielles Wachstum im vergangenen Jahr
MTU Aero Engines hat für das vergangene Jahr ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 27 % auf 5,3 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um 40 % auf 655 Millionen Euro kletterte. Ein zentraler Wachstumstreiber war das zivile Triebwerksgeschäft, das einen Umsatzanstieg von 25 % auf 1,3 Milliarden Euro verzeichnete.
Unterdessen präsentierte auch Airbus solide Ergebnisse: Der Umsatz stieg um 13 % auf 58,8 Milliarden Euro. Der Flugzeugbauer hat jedoch seine Produktionsziele für die A320-Familie aufgrund anhaltender Herausforderungen angepasst.
Als umsatzstärkstes Produkt im zivilen Instandhaltungs-, Reparatur- und Überholungsbereich (MRO) hob MTU Aero Engines das Triebwerk PW1100G-JM hervor. Auch das V2500 trug maßgeblich zu den Erträgen in diesem Segment bei. Trotz eines Wachstums von 17 % im MRO-Bereich blieb die Entwicklung hinter den Erwartungen zurück. Finanzvorstand Peter Kameritsch erklärte, dass Lieferkettenverzögerungen die Bearbeitungszeiten in der zivilen Triebwerksinstandhaltung verlängert und so den Fortschritt gebremst hätten.
Das Unternehmen ist zudem am General Electric GEnx-Programm beteiligt und hält einen Anteil von 6,5 %. Zu seinen Aufgaben gehören die Entwicklung, Fertigung, Montage und Wartung des Turbinenmittelteils.
Bei Airbus stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) um 16 % auf 5,6 Milliarden Euro. Dennoch hat der Konzern seine Produktionspläne für die A320-Familie überarbeitet. Das ursprüngliche Ziel, bis 2025 monatlich 75 Flugzeuge der A320neo-Familie zu produzieren, wurde auf 2026 verschoben. Stattdessen soll bis Ende 2024 eine Zwischenstufe von 65 Maschinen pro Monat erreicht werden.
Die Langstreckenversion A321XLR der A320neo-Familie bleibt hingegen im Zeitplan für die Indienststellung. Airbus rechnet mit den ersten kommerziellen Flügen im zweiten Quartal 2024.
Die finanzielle Entwicklung von MTU Aero Engines spiegelt die starke Nachfrage nach zivilen Triebwerksdienstleistungen wider – trotz anhaltender Lieferkettenprobleme. Die Beteiligung an Schlüsselprogrammen wie dem GEnx und dem PW1100G-JM treibt das Wachstum weiter voran. Bei Airbus deuten die angepassten Produktionsziele auf fortlaufende Bemühungen hin, Effizienz und Marktnachfrage in Einklang zu bringen. Die bevorstehende Markteinführung der A321XLR markiert 2024 einen wichtigen Meilenstein für den Hersteller.






