Münchens Feuerwehr setzt KI-Assistenten für Krankentransporte ein
Die Berufsfeuerwehr München hat einen KI-gestützten Sprachassistenten eingeführt, der nicht dringende Krankentransportanfragen bearbeitet. Das in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland entwickelte System soll die Belastung der Mitarbeiter in der Leitstelle verringern, indem es Routineanrufe automatisiert. Behördenvertreter bezeichnen dies als einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Rettungsdienstes in der Stadt.
Das Münchner Integrierte Leitstellensystem (ILS) verarbeitet derzeit täglich rund 2.500 Anrufe, darunter etwa 400 Anfragen für Patiententransporte. Diese nicht akuten Fälle, die im Schnitt dreieinhalb Minuten pro Vorgang in Anspruch nehmen, erhöhen die Arbeitslast des ohnehin stark beanspruchten Personals. Wolfgang Schäuble, Leiter der Feuerwehr, erklärte, dass die steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Personal automatisierte Lösungen unverzichtbar mache.
Pilotversuche bestätigten, dass der Sprachbot alle erforderlichen Informationen während des Erstkontakts zuverlässig erfasst. Durch die Übernahme dieser Routineanfragen entlastet das System die Mitarbeiter, die sich so auf echte Notfälle konzentrieren können. Die Lösung entstand in enger Abstimmung mit den IT- und Datenschutzteams der Feuerwehr sowie lokalen Krankenhäusern, um eine klare Trennung zwischen menschlicher Kontrolle und KI-gestützten Aufgaben zu gewährleisten.
Datensicherheit hatte von Anfang an höchste Priorität. Sämtliche Anrufverarbeitung und Datenspeicherung erfolgen innerhalb der eigenen Infrastruktur der Feuerwehr und entsprechen strengen Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Der Bot läuft auf der Microsoft-Azure-Plattform, wobei Entwicklung und Steuerung vollständig cloudbasiert erfolgen.
Der KI-Sprachassistent ist nun im Einsatz, allerdings haben bis März 2026 noch keine Münchner Krankenhäuser öffentlich ihre Beteiligung an der Testphase bestätigt. Das System soll die Effizienz steigern, ohne die hohen Datenschutzstandards zu beeinträchtigen. Die Behörden werden die Leistung weiterhin überwachen, als Teil der umfassenden Digitalisierungsbestrebungen.






