Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause will Grünflächen und Wohnraum revolutionieren
Johanna PetersMünchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause will Grünflächen und Wohnraum revolutionieren
München hat mit Dominik Krause einen 35-jährigen Politiker der Grünen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Er löst Dieter Reiter ab, den 67-jährigen SPD-Politiker, der das Amt zuvor innehatte. Krause hat bereits damit begonnen, seine Agenda zu gestalten – mit Plänen zur Umgestaltung öffentlicher Räume und Lösungsansätzen für die Wohnungsfrage.
Sein erster offizieller Auftritt als Oberbürgermeister umfasste die Grundsteinlegung für die Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Das Projekt sieht mehr Bäume und einen neuen Brunnen vor und spiegelt Krauses Ziel wider, der Stadt mehr Grünflächen zu verschaffen.
Um im Rathaus eine Mehrheit zu sichern, führt Krause Sondierungsgespräche mit potenziellen Koalitionspartnern. Die Grünen verfügen derzeit über 21 Sitze, für eine absolute Mehrheit wären jedoch 41 nötig. Bereits hat er mit der SPD gesprochen, am kommenden Wochenende stehen Gespräche mit der CSU an.
Die Wohnungspolitik bleibt ein zentrales Anliegen. Krause hat versprochen, den bezahlbaren Wohnraum auszubauen, überhöhte Mieten zu bekämpfen und Leerstände anzugehen. Die starke Position seiner Partei bei der Wahl 2020 – damals errangen die Grünen 22 Sitze – deutet auf mögliche Bündnisse mit der SPD und kleineren Parteien hin, um eine stabile Regierung zu bilden.
Krauses Wahl markiert einen Wandel in Münchens Führung: Ein jüngerer Oberbürgermeister setzt auf Grünflächen und Wohnungsreformen. Der Ausgang der Koalitionsgespräche wird entscheiden, wie schnell diese Pläne vorankommen. Nun wartet die Stadt darauf, welche Parteien sich zusammenschließen, um seine Vorhaben zu unterstützen.






