Münchner Flughafen bleibt ohne ICE-Anbindung – Bundesregierung stoppt jahrzehntealte Pläne
Emil KrügerMünchner Flughafen bleibt ohne ICE-Anbindung – Bundesregierung stoppt jahrzehntealte Pläne
Pläne für ICE-Anbindung des Münchner Flughafens vom Tisch
Die Bundesregierung hat die Pläne für eine Hochgeschwindigkeitszug-Verbindung zum Flughafen München fallen lassen. Die Entscheidung fällt nach Jahrzehnten der Diskussionen und einem kürzlichen gemeinsamen Vorschlag des Flughafens, der Deutschen Bahn und der Lufthansa. Beobachter zweifeln nun daran, ob das Projekt jemals realisiert wird.
Die Idee, den Münchner Flughafen an das deutsche Fernverkehrsnetz anzubinden, reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Trotz wiederholter Debatten kam es jedoch nie zu konkreten Schritten. Die jüngste Absage folgt auf einen gemeinsamen Antrag des Flughafens München, der Deutschen Bahn und der Lufthansa für eine neue ICE-Strecke mit Flughafen-Halt.
In einem offiziellen Schreiben des Verkehrsministeriums hieß es, es gebe keine rechtliche Grundlage, um die Strecke in den aktuellen Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Zudem habe sich das Verkehrsaufkommen nicht so stark verändert, dass eine dringende Notwendigkeit für das Projekt bestehe. Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) bezeichnete die Entscheidung als schweren Rückschlag und warnte vor negativen Folgen für Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum in der Region.
Auch Jost Lammers, Vorstandsvorsitzender des Münchner Flughafens, zeigte sich enttäuscht über die Absage. Da das Vorhaben weiterhin nicht im Bundesverkehrs- und Mobilitätsplan verankert ist, bleibt seine Zukunft ungewiss.
Die Einstellung der Pläne bedeutet, dass der Münchner Flughafen vorerst ohne direkte ICE-Anbindung bleibt. Die Ablehnung trifft langjährige Bemühungen, die Verkehrsanbindung in Bayern zu verbessern. Ohne Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan kann das Projekt nach geltendem Recht nicht umgesetzt werden.






