Münchner Flughafen erholt sich nach Pandemie mit Rekordumsätzen und Passagierboom
Johanna PetersMünchner Flughafen erholt sich nach Pandemie mit Rekordumsätzen und Passagierboom
Der Flughafen München hat sich nach der Pandemie kräftig erholt: Die Umsätze verdoppelten sich 2022 auf 1,2 Milliarden Euro. Auch die Passagierzahlen stiegen stark an und erreichten 31,6 Millionen – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Trotz dieser Zuwächse verbuchte der Flughafen weiterhin einen Nettoverlust, der jedoch deutlich geringer ausfiel als 2021.
Die Erholung gewann ab Mitte 2022 an Fahrt, angetrieben vor allem durch die wiederbelebte Nachfrage nach Transatlantikflügen. Bis Jahresende kletterte das Passagieraufkommen auf 70 Prozent des Niveaus vor der Pandemie. Die Verantwortlichen rechnen nun damit, dass die Zahlen bis Ende 2023 etwa 80 Prozent der Werte von 2019 erreichen werden.
Trotz anhaltender Herausforderungen verbesserte sich die finanzielle Lage des Flughafens spürbar. Zwar schloss er 2022 mit einem Nettoverlust von 59 Millionen Euro ab, doch war dies ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Defizit von 250 Millionen Euro im Vorjahr. Die Geschäftsführung erwartet, dass der Flughafen 2023 wieder in die Gewinnzone zurückkehrt – vier Jahre, nachdem die Pandemie den globalen Reiseverkehr lahmlegte.
Gleichzeitig hat der Flughafen seine Position als bedeutender internationaler Drehkreuz weiter ausgebaut. Mit dem Angebot an Flugzielen belegt er weltweit Platz fünf. Die Anteilseigner bleiben unverändert: der Freistaat Bayern (51 Prozent), der Bund (26 Prozent) und die Stadt München (23 Prozent). Rund 9.000 Mitarbeiter sorgen für den reibungslosen Betrieb.
Die Erholung des Flughafens München hält an, wobei das Passagierwachstum und die Umsatzsteigerungen die früheren Prognosen übertreffen. Ein Rückkehr in die Gewinnzone 2023 würde einen wichtigen Meilenstein nach Jahren pandemiebedingter Verluste markieren. Die Stellung des Flughafens als globaler Verkehrsknotenpunkt scheint damit fest gefestigt.






