13 June 2026, 20:14

Neuburg an der Donau setzt auf Fernwärme für die Klimaneutralität bis 2035

Neuburg an der Donau: Fernwärme aus Abwärme

Neuburg an der Donau setzt auf Fernwärme für die Klimaneutralität bis 2035

Neuburg an der Donau will bis zur Klimaneutralität – mit Fernwärmeausbau

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Die 30.000-Einwohner-Stadt Neuburg an der Donau treibt ihre Klimaneutralität voran, indem sie ihr Fernwärmenetz ausbaut. Das System versorgt bereits rund 400 Gebäude und über 1.600 Wohnungen über ein 35 Kilometer langes Leitungsnetz.

Rund 40 Millionen Euro hat die Kommune in den Ausbau investiert. Weitere 14 Millionen Euro sind für eine Kooperation mit einem ortsansässigen Dämmstoffhersteller vorgesehen. Diese Partnerschaft könnte dem Netz künftig zusätzliche 40 bis 50 Millionen Kilowattstunden Energie zuführen.

Aktuell liefert das Fernwärmenetz jährlich 65 Millionen Kilowattstunden. Ein Drittel dieser Energie stammt aus industrieller Abwärme. Gleichzeitig spart das System der Stadt jährlich etwa 18.000 Tonnen CO₂ ein.

Durch den Ukraine-Krieg gestiegene Gaspreise haben das Projekt noch dringlicher gemacht. Einige Verträge kosten inzwischen das Fünf- bis Zehnfache des ursprünglichen Preises. Um die Abhängigkeit von Gas zu verringern, plant die Stadt, bis zum Herbst einen Hackschnitzel-Heizkessel in Betrieb zu nehmen.

Der lokale Versorger hält trotz anfänglicher Bedenken wegen der Schuldenlast am Netzausbau fest. Sollten jedoch die ansässigen Industriebetriebe, die Abwärme liefern, schließen, müsste Neuburg stärker auf Gas, Öl oder Hackschnitzel zurückgreifen, um die Nachfrage zu decken.

Der Ausbau des Netzes unterstützt das Ziel der Klimaneutralität: Er senkt bereits jetzt Emissionen und reduziert die Abhängigkeit von teurem Gas. Die weitere Entwicklung hängt von Partnerschaften und alternativen Energiequellen wie Hackschnitzeln ab.

Quelle