Neuer Biathlon-Cheftrainer setzt auf mentale Stärke und präzises Schießen
Philipp LangeNeuer Biathlon-Cheftrainer setzt auf mentale Stärke und präzises Schießen
Tobias Reiter hat das Amt des neuen Cheftrainers der deutschen Männer-Biathlonmannschaft übernommen. In dieser Saison liegt sein Fokus darauf, die Schießfertigkeiten der Athleten zu verfeinern und Fehler unter Druck zu reduzieren. Um dies zu erreichen, arbeitet er eng mit dem Sportpsychologen und Mannschaftsarzt Dr. Tom Kossak zusammen.
Das Team hatte in der Vergangenheit mit Herausforderungen zu kämpfen, insbesondere mit Stress und unbeständigen Leistungen am Schießstand. Reiter und Kossak führen nun individuelle Abläufe für jeden Athleten ein, um Konzentration und Stabilität zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Verkürzung der Zeit bis zum ersten Schuss.
Statt sich allein auf den Instinkt zu verlassen, entwickelt die Mannschaft einen strukturierten Ansatz für die Momente vor dem Schießen. Dazu gehören mentale Vorbereitungstechniken, die auf jeden Biathleten zugeschnitten sind. Ziel ist es, einen ruhigen, wiederholbaren Prozess zu schaffen, der Ablenkungen minimiert und die Treffergenauigkeit erhöht. Kossak, der sowohl als Mannschaftsarzt als auch als Psychologe fungiert, hilft dabei, diese Strategien zu verfeinern. Seine Doppelfunktion ermöglicht eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen körperlichem und mentalem Training. Die Mannschaft hofft, dass diese Änderungen in dieser Saison zu stärkeren Wettkampfergebnissen führen werden.
Die neuen Methoden zielen darauf ab, die Athleten während der Rennen beständiger und selbstsicherer zu machen. Durch die Konzentration auf individuelle Routinen und die Reduzierung der Verzögerungen vor dem Schuss erwartet das Team Verbesserungen bei der Präzision und den Gesamtergebnissen. Die Zusammenarbeit zwischen Reiter und Kossak markiert einen frischen Ansatz für das deutsche Biathlon-Team.